Meine OP:

Datum: 20. April 2015
Implantatgröße: 275ml links/255ml rechts
Platzierung: Unter dem Brustmuskel
Zugang: Brustwarze
Dauer der OP: 2 Stunden (inkl. Korrektur der tubulären Deformität)

Mittwoch, 20. April 2016

Rückblick: Heute vor einem Jahr: MEINE OP

Ihr Lieben,

heute auf den Tag genau ist meine Operation ein Jahr her. Am 20. April 2015 hat sich mein Wunsch erfüllt und ich hatte die Brustvergrößerung mit Brustkorrektur, daher dachte ich ich poste heute mal einen kleinen Rückblick :-)

Auf der einen Seite kommt es mir so vor als wäre es schon ewig her, dass die OP war und so als würden meine Brüste schon immer zu mir gehören. Auf der anderen Seite bin ich immer noch total verblüfft und ungläubig und kann gar nicht glauben, dass das jetzt wirklich meine Brüste sind und dass mir niemand die gleich wieder weg nimmt.

Oberes und linkes Bild: Im Sport-BH (beide BHs von H&M), so gepuscht sehen sie im normalen BH nicht aus (siehe linkes Bild - BH von Hunkemöller)


Da ich es in den letzten Monaten nur leider sehr unregelmäßig geschafft habe etwas hier auf diesem Blog zu posten, habe ich mir vorgenommen dies nun wieder etwas zu intensivieren. Mich erreichen immer noch so viele E-Mails mit Fragen und Anregungen, dass ich auf diese Dinge nun gerne mehr eingehen möchte. Ich werde versuchen wöchentlich am Sonntag einen neuen Blogpost hochzuladen.

Hier seid ihr gefragt:

  • Habt ihr Fragen? Gibt es Dinge über die ich auf meinem Blog noch nicht berichtet habe, die euch interessieren würden? 
  • Ich fände es total schön, wenn diejenigen die meinen Blog lesen und sich bereits selber die Brüste haben vergrößern lassen mir einen Erfahrungsbericht zukommen lassen würden, damit dieser Blog eine noch bessere Vorstellung davon vermittelt was diejenigen erwartet die diese OP noch vor sich haben. Falls ihr möchtet könntet ihr mir Fotos (bitte keine Nacktfotos sondern mit BH oder Oberteil) mitschicken, die ich eurem Erfahrungsbericht beifügen könnte. Wichtig wären dafür vielleicht die Milliliteranzahl in euren Implantaten, was ihr für Implantate habt (runde/anatomische) und welche Zugangsart ihr gewählt habt. 
  • Natürlich können auch weiterhin diejenigen, die bei dem Kostenübernahmeantrag oder vor der OP ein bisschen Beistand haben mir gerne schreiben. Ich freue mich über jede Nachricht von euch und bin gerne für euch da. 
Über Nachrichten von euch freue ich mich sehr!

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir dabei helfen würdet diesen Blog zu einer noch besseren Informations- und Erfahrungsberichtsquelle für diejenigen zu machen, die überlegen sich die Brüste vergrößern zu lassen. Leider findet man dazu nur sehr wenig im Internet und wenn dann sind das meistens total positive und wenig objektive Berichte auf den Internetseiten von plastischen Chirurgen.

Alles Liebe

Anna

Mittwoch, 6. April 2016

Veränderung der Brüste in der Zeit nach der OP

Huhu ihr Lieben,

heute mal ein paar Infos zu einem Thema, welches schon öfters in E-Mails von euch angesprochen worde: Wie verändert sich die Größe, das Aussehen und das Gefühl der Implantate in den Monaten nach der Operation?

Am Tag nach der OP, als ich das erste Mal kurz meinen Kompressions-BH aufgemacht habe, waren meine Brüste steinhart und insbesondere im oberen Bereich geschwollen. Im Bereich unter den Brustwarzen hatte ich blaue Flecken. Die Haut meiner Brüste war so gespannt, dass sie im Bereich des Brustbeins sogar ab stand, also nicht mehr auf dem Brustbein auflag,

In den Tagen nach der OP klang die Schwellung immer weiter ab, was dazu führte dass meine Brüste zumindest etwas "natürlicher" aussahen. Nichtsdestotrotz waren sie weiterhin steinhart. In den ersten Wochen nach der OP gab die Haut soweit nach, dass sie nicht mehr vom Brustbein abstand sondern wieder auflag.

Dadurch dass die Schwellung weniger wurde, veränderte sich auch die Größe meiner Brüste, meines Erachtens sehr zum positiven hin, da sie mir davor ein bisschen groß waren. 

Sechs Wochen nach der OP habe ich erstmals kleine Dehnungsstreifen bemerkt, zu diesem Zeitpunkt fühlten sich die Implantate schon wesentlich weicher an, waren aber immer noch wesentlich härter als normale Brüste.

Circa ein halbes Jahr nach der OP habe ich eine weitere Veränderung bemerkt, es kam mir damals so vor als hätte es sich von heute auf morgen verändert, auch wenn mir klar ist dass das nicht sein kann. Es hatte sich eine Unterbrustfalte gebildet. Vor der OP hatte ich keine, da meine Brüste nicht groß genug waren um eine zu bilden und in den ersten Monaten nach der Operation standen die Brüste sehr nach vorne ab, was man zwar im BH nie bemerkt hat, aber was ohne Kleidung halt schon unnatürlich aussah. In dieser Zeit fiel mir auch auf, dass sich meine Brüste viel, viel weicher als in den Monaten davor anfühlten. Heutzutage sind sie zwar immer noch härter als normale Brüste, aber sie fühlen sich nicht mehr wirklich unnatürlich an und sehen mittlerweile auch absolut natürlich aus, sofern man das bei operierten Brüsten sagen kann.

Mittlerweile ist fast ein Jahr seit der Operation vergangen und ich bin einfach unfassbar glücklich mit meinen neuen Brüsten. Sie sehen toll aus, haben eine (für mich) perfekte Größe, fühlen sich natürlich an und machen mich jeden Tag so glücklich.




Samstag, 26. März 2016

Implantatlage unter dem Brustmuskel - meine Erfahrungen

Ihr Lieben,

da ich zu diesem Thema vor meiner OP eine Million verschiedene Meinungen gehört und gelesen habe, dachte ich mir ich erzähle euch mal, wie das bei mir so war und ob ich glücklich mit der Implantatlage unter dem Brustmuskel bin.

Zuallererst einmal: Welche Implantatlagen gibt es? 

Die gängigsten zwei Methoden sind die Implantatlage unter dem Brustmuskel (sodass dieser das Implantat teilweise oder vollständig bedeckt) oder über dem Brustmuskel. Dann gibt es noch Techniken wie den inneren BH und die subfasziale Methode, mit denen ich mich allerdings nicht auskenne. Alle Informationen die ich zu den verschiedenen Implantatlagen seinerzeit gefunden und mir rausgeschrieben habe findet ihr hier: Informationen zu einer Brustvergrößerung. Bitte beachtet dabei, dass ich mir die Informationen eigenständig aus dem Internet zusammengeschrieben habe, ich also nicht garantieren kann dass sie stimmen bzw. es Neuerungen geben kann, die dort nicht aufgeführt sind.

Gibt es Befunde/körperliche Ausgangssituationen, bei welchen sich eine der beiden Implantatlagen besonders anbietet? 

JA! Um das Implantat über dem Muskel anbringen zu können, muss genug eigenes Brustgewebe vorhanden sein, da sonst die Gefahr besteht dass man später die Ränder des Implantats durchsieht. Das ist bei einer Implantatlage unter dem Brustmuskel eigentlich nie der Fall, da der Brustmuskel dann das Implantat bedeckt und dadurch ein Sichtbar-werden der Implantate verhindert. Solltet ihr also kaum eigenes Brustgewebe haben, ist es wahrscheinlich dass euch euer plastischer Chirurg eine Implantatlage unter dem Brustmuskel empfohlen wird.

Ich habe teilweise gelesen, dass bei Leistungssportlerinnen einiger Disziplinen davon abgeraten wird das Implantat unter den Brustmuskel zu legen, da dieses beim Training stören würde. Ob das stimmt und bei welchen Sportarten das der Fall ist weiß ich jedoch nicht.

Was sind die Vor- und Nachteile der jeweiligen Implantatlagen? 

Implantat unter dem Brustmuskel: Vorteile: 
- Man vermutet, dass das Risiko für eine Kapselfibrose unter dem Brustmuskel geringer ist, da der Brustmuskel massierend auf die Kapsel wirkt & dadurch ein Verhärten oder Zusammenziehen der Kapsel verhindert bzw. unwahrscheinlicher gemacht wird
- Verdecken des Implantats durch den Muskel, daher auch unsichtbares bei wenig eigenem Brustgewebe
- Es gibt die Theorie, dass der Busen durch die Implantatlage unter dem Brustmuskel straffer bleibt, da man durch Muskeltraining ein Absinken der Brust teilweise verhindern kann. Ob das stimmt weiß ich nicht.
Nachteile: - Man sagt, dass eine Implantatlage unter dem Brustmuskel in der Zeit nach der OP schmerzhafter ist, da das Dehnen des Muskels sehr weh tut. Da bei einer Implantatlage über dem Muskel kein Muskel gedehnt werden muss, tut es also weniger weh wenn das Implantat über dem Muskel ist. Dieser zusätzliche/verminderte Schmerz gilt allerdings nur in den ersten paar Tagen/Wochen.

Implantat über dem Brustmuskel:
Vorteile: - Es tut in den ersten Tagen/Wochen nach der OP weniger weh
Nachteile: - Ein Absinken der Brust kann nicht durch Muskelkraft verhindert werden
- Nicht geeignet bei wenig eigenem Brustgewebe

Welche Implantatlage habe ich & warum habe ich mich dafür entschieden? 

Meine Implantate wurden unter dem Brustmuskel angebracht. Das hat mir jeder plastische Chirurg empfohlen, da es heutzutage glaube ich die gängigere Methode ist und weil ich nur sehr wenig eigenes Brustgewebe hatte. 

Was sind meine Erfahrungen mit der Implantatlage unter dem Brustmuskel? 

 In den ersten paar Tagen nach der OP war die Implantatlage unter dem Brustmuskel sehr schmerzhaft, da das Dehnen des Muskels sehr wehtat. Besonders nach dem Aufwachsen aus der Vollnarkose, als ich am ganzen Körper gezittert habe (weil mein Kreislauf so im Keller war) empfand ich es als sehr unangenehm und hatte große Schmerzen, da sich meine Brustmuskeln beim Zittern verkrampft haben und dann noch mehr wehtaten. Als ich das der Schwester gesagt habe, spritzte sie mir leicht verträgliches Morphium und Sekunden später war das Zittern weg :-)

In den Tagen nach der OP hat sich mein rechter Brustmuskel immer mal wieder verkrampft, das war gar nicht schön, aber auch das ging nach wenigen Tagen vorbei (ich glaube ich hatte das Verkrampfen bis zu Tag 6 post OP).

Da mein Heilungsverlauf super war, war ich schon nach anderthalb Wochen so gut wie schmerzfrei, nach 12 Tagen ging es mir wieder super.

Wie ist das mit der Implantatlage unter dem Brustmuskel beim Sport?

Ich spüre keinerlei Einschränkungen beim Sport durch die Implantatlage unter dem Brustmuskel, auch Übungen wie Bankdrücken oder Ähnliches sind für mich problemlos ausführbar. Auch ansonsten merke ich es im täglichen Leben gar nicht, dass da etwas unter meinen Brustmuskeln ist.

Würde ich mich wieder für die Implantatlage unter dem Brustmuskel entscheiden?

Definitiv! Die paar Tage zusätzliche Schmerzen am Anfang waren absolut auszuhalten und ich bin super zufrieden mit meiner Implantatlage. Ich bin froh, dass das Implantat nicht "rausgucken" kann, man also nie die Implantatränder sieht und fühle mich auch ansonsten zu 100% wohl mit meinen Brüsten.

Falls ihr sonst noch Fragen, Anregungen oder Kommentare habt, nutzt gerne die Kommentarfunktion oder schreibt mir über das Kontaktfeld rechts.

Liebe Grüße

Anna 

Donnerstag, 24. März 2016

Der Kompressions-BH

Ihr Lieben,

da ich mir vorher unter dem Wort "Kompressions-BH" nichts wirklich vorstellen konnte und weil ich ihn (freiwillig) sehr lange getragen habe, dachte ich mir ich schreibe heute mal einen Blogeintrag zum Kompressions-BH.

Was ist der Kompressions-BH?

Der Kompressions-BH ist ein BH, wie ihr ihn auch schon bei der Implantatanprobe meistens zum Anprobieren bekommt, wie er aussieht könnt ihr auf den Fotos oben sehen, er ist der schwarze BH. Am OP-Tag bekommt ihr einen Kompressionsverband umgelegt, welcher sehr straff sitzt und verhindern soll, dass sich Blutansammlungen bilden und in Verbindung mit den Drainagen dafür sorgen soll, dass alles Blut und die Wundflüssigkeit schön abtransportiert werden, damit sie die Wundheilung nicht stören. Der Kompressionsverband wird in der Regel am Tag nach der OP runtergeschnitten und dann bekommt ihr den Kompressions-BH an. Diesen musste ich sechs Wochen Tag und Nacht tragen und dann noch einmal sechs Wochen nur nachts, damit man beim Liegen auf der Seite oder anderen Schlafpositionen die Position und das Einwachsen der Implantate nicht negativ beeinflusst.

Wie fühlt sich der Kompressions-BH an?

Auch wenn man das bei dem Wort "Kompression" eigentlich erwarten würde, drückt er nicht unangenehm auf die Brüste und ist auch ansonsten keinesfalls unbequem zu tragen. Unter der Brust gibt es ein ca. 6cm breites "Bündchen", was jedoch auch bequem sitzt und einen nicht einengt oder so. Ich hatte mir, um den Kompressions-BH auch mal waschen zu können, einen straffsitzenden Sport-BH geholt und der war wesentlich unbequemer zu tragen als der Kompressions-BH. Nach ein paar Tagen hat man sich so daran gewöhnt, dass man den überhaupt nicht mehr bemerkt.

Wie lange habe ich den Kompressions-BH getragen?

Ich habe den Kompressions-BH nachts für ca. sechs Monate getragen. Das hatte einen einfachen Grund: Wenn ich mir abends meine normalen Klamotten ausgezogen habe und mir eine Jogginghose und einen bequemen Pullover angezogen habe, habe ich immer auch den normalen BH mit ausgezogen, weil normale BHs nicht so bequem sind wie wenn man keinen BH anhat. Da ich mich ohne BH jedoch noch nicht "sicher" fühlte, beziehungsweise es auch am Anfang ein komisches Gefühl war keinen BH anzuhaben, weil man so daran gewöhnt war, habe ich den BH nachts doppelt so lange wie zwingend erforderlich getragen. Das lag aber auch einfach daran, dass ich mich mit dem Kompressions-BH wesentlich wohler und sicherer fühlte, wenn ich zum Beispiel mal eine Treppe runtergelaufen bin oder wenn ich meinem Hund hinterhergerannt bin. Ohne Kompressions-BH hätte ich dann "meine Brüste festhalten müssen", da man in den ersten sechs Monaten starke Belastungen nur mit Sport-BH machen darf, so allerdings gingen so kurze Belastungen dann auch ohne Brüste festhalten oder ohne Sport-BH.

Wann habe ich aufgehört den Kompressions-BH zu tragen?

Das kam Stück für Stück im vergangenen Herbst. Wenn ich ihn gewaschen habe, habe ich immer öfter ein paar Tage gebraucht um ihn wieder anzuziehen und darüber mir immer weiter abgewöhnt ihn zu tragen. Mittlerweile trage ich den BH gar nicht mehr und habe auch kein komisches Gefühl mehr, wenn ich mal flott eine Treppe runterlaufe oder meinem Hund hinterher renne.




Dienstag, 22. März 2016

Narbenvergleich

Hallo ihr Lieben,

heute komme ich mal zu einem Thema mit welchem ich bewusst bis jetzt gewartet habe, weil ich schauen wollte, wie sich das so verändert: Meine Narben.

Zu allererst einmal: Wie lang sind sie?

Gute Frage, da sie im Halbkreis um meine Brüste herumgehen ist das schlecht zu messen, ich würde allerdings 4cm schätzen. Dazu muss man allerdings auch bedenken, dass bei einer tubulären Brustdeformität (wie sie bei mir vorlag) die Brustwarzen immer ein bisschen größer als normal sind. Also keine Sorge, ich hab keine riesigen Brustwarzen und mittlerweile sehen sie auch absolut proportional zu meinen Brüsten aus, vor der OP hat mich das allerdings wirklich sehr gestört, weil es unproportional aussah. Bei einer normalen Brustvergrößerung durch die Unterbrustfalte sind die Narben glaub ich immer ca. 3-5cm lang, insofern liegen meine irgendwo im Mittelfeld :P Echt unglaublich, wenn man sich überlegt, dass durch den kleinen Schnitt meine Deformität beseitigt & die Implantate 'gequetscht' worden sind :O 

Nach der OP hatte ich Tapepflaster über meinen Narben, sodass ich euch nicht sagen kann, wie die anfänglich aussahen. Als die Tapepflaster nach ca. drei Wochen endgültig abkamen und ich mit Narbenpflastern anfangen durfte, wurde mir beim Abziehen der Tapepflaster schwindlig, weil ich so Sorge hatte etwas kaputt zu machen und weil man halt schon sah, dass das echt Narben waren. Das ist mir für einen Moment nicht so gut bekommen :P Bei Fremden Menschen hab ich mit Blut & Co. echt kein Problem, aber wenn's um mich selbst geht werd ich zum Weichei :D 

Narbenpflaster - wie lang / wie oft gewechselt? 

Die Narbenpflaster hatte ich insgesamt ca. sechs Wochen drauf und sollen die Narbenheilung positiv unterstützen (habe sie von meinem plastischen Chirurgen bekommen, die sind schweine teuer und bei amazon gibt es nur riesige, darum war ich sehr froh dass ich die gestellt bekommen habe). Die Narbenplaster habe ich ca. nach drei Wochen (glaube ich) gewechselt und ansonsten immer draufgelassen, also auch beim Duschen oder beim Sport. 

Wie sahen die Narben nach 2-3 Monaten aus? 

Als ich die Narbenplaster ca. 9 Wochen nach der OP dann nicht mehr tragen musste, sahen meine Narben schon total gut aus. Man sah zwar noch einen Farbunterschied, weswegen ich anfangs noch nicht wieder in die Sauna gegangen bin, aber es waren keinesfalls wulstige oder auffällige Narben sondern sehr feine Striche. An einer Brust ist die Narbe ein kleines bisschen breiter, allerdings war das glaub ich auch die Brust wo erst das Probeimplantat drin war & auch die Narbe ist total flach und unauffällig. 

Wie sehen sie heute aus? 

Mittlerweile sind sie noch weiter verblasst, man sieht so gut wie keinen Unterschied zur restlichen Haut und muss schon sehr nah rangehen, um überhaupt zu sehen dass da Narben sind. Sauna, oben ohne sonnen oder Ähnliches sind also überhaupt kein Problem. War schon mehrfach in der Sauna und mir ist noch niemand begegnet, dessen Blick gezeigt hätte dass er meine Narben sieht (also es hat niemand drauf gestarrt oder so...).

Wie habe ich meine Narben ansonsten gepflegt? 

Ich habe keine Narbencreme genommen sondern nur die Narbenpflaster, da meine Narben nach Aussage meines plastischen Chirurgen so gut gelungen sind und ich so gutes Heilfleisch habe, dass das nicht nötig war. Wenn ich Bepanthensalbe gegen meine Dehnungsstreifen genommen habe, habe ich die Narben immer mit eingecremt, allerdings habe ich damit erst ca. drei Monate nach der OP angefangen und es auch nicht allzu häufig gemacht.

Ganz wichtig ist es jedoch die Narben vor Sonneneinstrahlung zu schützen, mindestens die ersten sechs Monate. Da auch durch Kleidung UV-Strahlung kommen kann, muss man selbst dann unter Umständen (dünne Tops, Bikinis, o.Ä.) darauf achten, dass man die Narbe zusätzlich schützt. 
Wie? Das ist ganz einfach: Sonnenschutzcreme mit LSF 50. Am Anfang hatte ich keine Zuhause, wollte mich aber gerne in die Sonne legen letzten Sommer. Habe mir dann Pflaster über die Narben geklebt, sodass sowohl die Pflaster als auch ein dünnes Bikinioberteil drüber waren. Keine Ahnung, ob das Bikinitop nicht wohlmöglich gereicht hätte, aber ich wollte lieber kein Risiko eingehen. Wie ärgerlich wäre es, wenn das Narbenbild durch etwas verschlechtert wäre, was man so einfach hätte vermeiden können..?! Im Nachhinein bin ich froh, dass ich so vorsichtig war. Meine Narben sehen super aus & haben keinerlei Pigmentstöring o.Ä. :-) 

Habt ihr sonst noch Fragen oder Themen rund um meine Brust-OP, die euch interessieren? Dann ab damit in das Kontaktfeld rechts & ich beantworte sie euch sobald wie möglich! 

Alles Liebe

Anna

Freitag, 11. Dezember 2015

Leichtfertig ab auf den OP-Tisch? Bitte nicht.

Ihr Lieben,

der Grund, warum ich diesen Blogeintrag verfasse ist der, dass ich mir Sorgen mache, dass einige Leserinnen meiner Seite durch meine Erfahrungen (komplikationslose OP, schneller Heilungsverlauf, toller Arzt, usw.) sich zu schnell oder zu leichtfertig für einen plastischen Eingriff entscheiden.

Ich weiß, dass meine Erfahrungen den Eindruck vermitteln, dass das alles ein Spaziergang ist, aber das war es nicht und nur weil ich keine Komplikationen hatte, heißt das nicht dass diese nicht auftreten können. Eine meiner Leserinnen hat unter meinem Eintrag zur Folgekostenversicherung von ihren Erfahrungen erzählt und bei ihr sind Komplikationen nach der OP aufgetreten, die sogar eine zweite OP notwendig gemacht haben.

Ich möchte niemanden hier zu einer OP überreden, beziehungsweise den Eindruck vermitteln, dass eine Brustvergrößerung etwas ist, wozu man sich ohne großes Nachdenken und ohne genaues Abwägen der Vor- und Nachteile entscheiden sollte. Gleichzeitig möchte ich aber auch nicht zusätzlich Angst schüren und werde euch deswegen jetzt nicht alle möglichen Komplikationen aufzählen. Die habe ich in meinem Blogeintrag "Informationen zu einer Brustvergrößerung" zusammengefasst, falls es jemanden interessiert.

Selbst ich, die wirklich eine absolute Bilderbuch-OP hatte, hatte starke Schmerzen. Man kann sich nicht vorstellen, wie der Rücken durch die Schonhaltung und durch den Kompressionsverband schmerzt (gut, den hat man nur bis zum Morgen nach der OP drauf, aber die Rückenschmerzen durch die Schonhaltung hatte ich wesentlich länger). Meine Brustmuskeln haben tierisch wehgetan, sie haben sich verkrampft, jede Erschütterung beim Autofahren tat weh, man ist körperlich extrem eingeschränkt und man kann kaum schlafen. Und das, obwohl mein Chirurg und eine Schwester seinerzeit gesagt haben, dass sie noch nie eine so fitte Patientin gesehen hatten und nie eine Patientin hatten, die augenscheinlich so wenig Schmerzen hatte wie ich. 

Es hat natürlich auch viel mit der eigenen Einstellung und dem persönlichen Schmerzempfinden zu tun. Ich denke, wenn man vorher einen so großen Leidensdruck hatte wie ich und sich dermaßen auf diese OP gefreut hat, akzeptiert man Schmerzen leichter und leidet nicht so stark.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, was für Brüste ihr vor der OP hattet. Wenn ihr zu den glücklichen Frauen gehört, die von Natur aus mit schön geformten Brüsten gesegnet waren und ihr vielleicht einfach eine Körbchengröße mehr wollte, könnte es sein dass ihr nachher nicht mit dem OP-Ergebnis zufrieden seid. Warum? Ganz einfach: Meine Brüste haben sich monatelang steinhart angefühlt und die Narben sind, obwohl sie wirklich gut gemacht sind immer noch sichtbar. Noch dazu habe ich Dehnungsstreifen bekommen. Wenn man vorher quasie schon 'perfekte' Brüste hatte, könnte man nachher davon enttäuscht sein, dass diese sich nun nicht mehr genau so anfühlen wie vor der OP, dass man eventuell Dehnungsstreifen bekommt und dass man Narben hat. 

Natürlich möchte ich keinem eine solche Operation ausreden, ich hoffe einfach dass ihr vorher genau abwägt, ob die Risiken und die Schmerzen es wirklich wert sind.

Alles Liebe

Anna

Sonntag, 29. November 2015

Stillen mit operierten Brüsten

Ihr Lieben,

da mir diese Frage bereits einige Male gestellt worden ist, dachte ich mir ich schreibe mal einen Eintrag dazu und beantworte sie so für alle Leserinnen meines Blogs.

Zuallererst müsst ihr bedenken, dass ca. 20% aller Frauen, die keine operierten Brüste haben von Natur aus nicht stillen können.

Grundsätzlich kommt es natürlich auch darauf an, wie eure Brüste operiert wurden. Bei einer normalen Brustvergrößerung sollte die Fähigkeit zu Stillen nicht beeinträchtigt werden. Selbst bei einer Vergrößerung mit Zugang durch die Brustwarze bleiben die Brustdrüse, die Milchgänge, usw. wohl unversehrt, sodass ihr nach einer normalen Brustvergrößerung ohne eine Korrektur keine Beeinträchtigungen verspüren solltet.

Bei mir wurde die Brustdrüse eingeschnitten, um dadurch die tubuläre Deformität zu korrigieren. Ob ich damit später noch stillen kann, kann mir zum jetzigen Zeitpunkt niemand sagen, es ist jedoch wohl auch so, dass Frauen mit einer tubulären Deformität manchmal wegen der Deformität nicht stillen können, insofern weiß ich nicht ob ich ohne OP hätte stillen können.

Mein plastischer Chirurg hat mir erzählt, dass sogar von den Frauen, die sich die Brüste verkleinern lassen, wobei wohl alles "zerlegt" wird (das ist ja eine wesentlich größere OP als eine Brustvergrößerung, manchmal auch mit Umplatzierung der Brustwarzen, mit mehr Narben, usw.) noch ca. 50% stillen können, obwohl es dabei eigentlich durch die - für die Verkleinerung notwendigen - Schnitte unmöglich sein müsste.

Insofern hat mein plastischer Chirurg vermutet, dass - ausgehend von der Tatsache dass 20% aller Frauen mit nicht operierten Brüsten von Natur aus nicht stillen können - mein Risiko nicht mehr stillen zu können bei ca. 25-30% liegt.

Klar fände ich es schön später stillen zu können, da es jedoch wie gesagt fraglich ist ob ich vor der OP hätte stillen können, finde ich das ein nicht sonderlich tragisch es Risiko. Für Kinder ist es  natürlich besser gestillt zu werden, aber ob es geht oder nicht stelle ich dann in einigen Jahren fest :-P

Liebe Grüße

Anna

Training im Fitnessstudio mit operierten Brüsten

Ihr Lieben,

da mich einige gefragt haben, heute mal eine Blogeintrag über das Training im Fitnessstudio mit operierten Brüsten. Ich habe zwar in einigen anderen Posts zwar immer mal wieder etwas zu meinem Training geschrieben, aber ich dachte mir, ich fasse es hier jetzt mal komplett zusammen. Dann können sich diejenigen von euch, die überlegen sich operieren zu lassen, sich vielleicht besser vorstellen, was auf sie zukommt.

Wie ich schon in einigen Posts erzählt habe, durfte ich schon zwei Wochen nach der OP wieder mit Sport im Fitnessstudio anfangen, Maßgabe war allerdings, dass ich nicht wackel (nicht joggen, o.Ä.) und dass der Oberkörper ruhig gehalten wird. Beintraining an Geräten und Indoor Cycling ging gut, auch wenn ich bei beidem langsam angefangen habe um mich nicht aus Versehen zu überfordern. Circa sechs Wochen nach der OP habe ich dann angefangen Bauch und Rücken zu trainieren, bin wieder auf den Stepper gegangen und habe auch freie Übungen für die Beine (Ausfallschritte, etc.) gemacht. 

3 Monate post OP (also Ende Juli) habe ich dann wieder -ganz, ganz langsam und vorsichtig- angefangen meine Arme zu trainieren und habe mich wieder ans TRX getraut, da hatte ich vorher auch Sorge, da auch bei den Bauchübungen, die ich mache, die Arme gebraucht werden (planking, etc.). Ich war sehr vorsichtig beim Training, habe beim leichtesten Schmerz direkt aufgehört und mir die Übungen gesucht, die ich problemlos machen kann. Freie Trizeps Curls gingen beispielsweise direkt super, während ich bei der Übung am Seilzug direkt Schmerzen in den Brüsten bekam. In der Zeit habe ich insbesondere für das Armtraining den Freihantelbereich kennen- und lieben gelernt, weil ich da einfach das Gefühl habe dass ich eine bessere Kontrolle habe. Ich muss mich mehr darauf konzentrieren die Übung sauber auszuführen und merke dadurch eher, wenn eine Übung meinen Brustmuskeln nicht gut tut.

Ebenfalls drei Monate post OP durfte ich wieder joggen gehen: Anfangs war ich total ängstlich, habe zwei Sport BH's übereinander gezogen und hatte trotzdem die ganze Zeit Sorge, dass ich was kaputt mache. Ging aber alles problemlos :) Nur meine Kondition hat wirklich sehr gelitten, da ich zwar ab und zu Cardiotraining im Fitnessstudio gemacht habe aber nicht wirklich oft. Finde es einfach viel schöner an der frischen Luft zu joggen als mich auf ein Indoor Cycling Rad zu setzen!

5,5 Monate nach der OP habe ich langsam wieder mit Brustmuskeltraining an der Butterfly-Maschine begonnen, ganz wenig Gewicht und jederzeit sehr darauf bedacht, ob ich irgendwo ein ungutes Gefühl in meinen Brüsten verspüre, ging aber alles problemlos.

Mittlerweile (7 Monate post-OP) habe ich die Chest-Press für mich entdeckt, also eine Maschine die quasie nur auf die Brustmuskulatur geht. Mache 2 Sätze á 20 Wiederholungen mit 20kg. Mein Ziel ist kein sonderlicher Muskelaufbau im Brustbereich, allerdings gibt es bei Implantaten unter dem Brustmuskel ja die Theorie, dass weniger Kapselfibrosen auftreten, da der Brustmuskel "massierend" auf das Implantat wirkt. Darum dachte ich mir, so ein bisschen Brustmuskeltraining kann bestimmt nicht schaden, um einer Kapselfibrose vorzubeugen.

Ich merke keinerlei Einschränkungen mehr beim Sport und kann alle Übungen problemlos machen, die ich auch vor der OP gemacht habe. Das Einzige, worauf ich jetzt immer achten muss ist ein passender Sport-BH, der je nach Sportart sehr viel Halt bieten muss, da die Brüste ja nicht wackeln sollen. Das kannte ich von vor der OP so gar nicht :P Mit Körbchengröße A konnte ich immer mit normalem BH ins Fitnessstudio, joggen und auch zum Zumba, das hat immer alles prima gehalten :D Beziehungsweise es gab einfach nicht wirklich viel, was wackeln konnte.

Ich hätte echt gedacht, dass man noch länger Einschränkungen oder Schwierigkeiten beim Sport hat, aber ich kann schon seit Monaten wieder komplett mein Training durchziehen :-)

Liebe Grüße

Anna

Donnerstag, 19. November 2015

Vorlagen Kostenübernahmeantrag und Widerspruch

Hallo ihr Lieben,

da mich so unglaublich viele wegen des Kostenübernahmeantrags und des Widerspruchsschreibens anschreiben und es mir immer leid tut, wenn ich euch nicht zeitnah antworten kann, habe ich beschlossen euch diese beiden Schreiben einfach hier reinzustellen.

Selbstverständlich variieren diese Schreiben immer abhängig von eurer Diagnose und individuellen Faktoren, wie beispielsweise den Ansprüchen der Krankenkasse. Bevor ihr euren Antrag an eure Krankenkasse schickt, kann ich euch nur empfehlen bei dieser anzurufen. Dort erfahrt ihr nicht nur, wohin ihr euren Antrag schicken müsst sondern auch, was ihr diesem beilegen müsst (z.B. Fotos, Gutachten von einem plastischen Chirurgen oder Gynäkologen, etc.) und welche Informationen in dieses Schreiben müssen (z.B. Gewicht, Körpergröße, Körbchengröße, usw.)

Wie ich bereits in meinem anderen Eintrag zum Kostenübernahmeantrag geschrieben habe, müssen beide Anträge nicht sonderlich lang sein, da es nur dazu dient das Verfahren des Kostenübernahmeantrags "anzustoßen". Die KK schickt eure Unterlagen dann zum medizinischen Dienst, welcher ein Gutachten auf Basis der Fotos, eurem Schreiben und dem Gutachten eures Gynäkologen/plastischen Chirurgen erstellt, ob die notwendigen Kriterien für eine Kostenübernahme erfüllt sind. Dieses Gutachten hat mir die Krankenkasse mitgeschickt, als sie meinen Antrag das erste Mal abgelehnt haben, sodass ich selber wusste, was der Gutachter geschrieben hat.

Das fand ich persönlich sehr praktisch, weil ich mich auf einige Aussagen in meinem Widerspruchsschreiben beziehen konnte. Beispielsweise wurde bei mir kritisiert, dass weder genaue Messwerte meiner Brust vorhanden waren (stimmt nicht, mein plastischer Chirurg hatte mich vermessen und diese Werte in sein Gutachten aufgenommen) noch die geplanten Augmentationsvolumina (= Größe der Implantate) angegeben sein.

Besonders diese Aussage finde ich völlig schwachsinnig, da mein plastischer Chirurg, bei dem ich mich letztendlich habe operieren lassen, mir erklärt hat, dass das Volumen nur ganz wenig aussagt. Wichtig ist die Größe des Implantats, also wie hoch und breit es ist (dieses richtet sich nach Höhe und Breite des Brustkorbs). Dadurch können 200ml bei einer kleinen Person eine größere Projektion nach vorne schaffen (Projektion = wie weit das Implantat nach vorne rausgeht) als dies bei einer größeren Person der Fall ist. Als Beispiel, damit es klar wird: 200ml in einem Gefäß, welches 10x10cm groß ist, füllen das Gefäß höher als wenn man es in ein 15x15cm großes Gefäß füllt.

Insofern kann ich euch nur empfehlen, euch das Gutachten zuschicken zu lassen, falls es die KK nicht mitschicken sollte und dieses gründlich zu lesen. Dann könnt ihr euch in eurem Widerspruchsschreiben auf Punkte des Gutachtens beziehen, mit denen ihr nicht übereinstimmt oder die euch verwirren/falsch vorkommen.

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Hier kommen die Beispiele

Der Kostenübernahmeantrag:


Antrag auf Kostenübernahme einer Brustvergrößerung

Guten Tag, sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit stelle ich Antrag auf Kostenübernahme einer Brustvergrößerung, da bei mir eine Asymmetrie sowie eine tubuläre Brustdeformität vorliegt und es sich deswegen um eine medizinische Indikation handelt. 

Aufgrund der Brustasymmetrie und der tubulären Brustdeformität ist meine Körperform entstellt und meine Lebensqualität eingeschränkt. 

Anbei die Diagnose eines plastischen Chirurgen sowie im separatem Umschlag Fotos meines Oberkörpers von vorne und von beiden Seiten.

Freundliche Grüße 

Unterschrift


Das Widerspruchsschreiben

Widerspruch gegen ihren Bescheid vom XX.XX.XXXX

Guten Tag, sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit lege ich Widerspruch gegen ihren Bescheid vom XX.XX.XXXX ein. 

Ich benötige die Brustkorrektur, da durch eine Asymmetrie sowie eine tubuläre Brustdeformität meine Körperform entstellt ist, was durch die Fotos sichtbar aufgeführt und durch das Gutachten meines plastischen Chirurgen belegt ist. 

Aus diesem Grund akzeptiere ich den Widerspruchsbescheid nicht und möchte Sie bitten, diesen zu prüfen. 

Freundliche Grüße

Unterschrift


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Ich hoffe, ich konnte euch damit helfen. Wenn ihr noch weitere Fragen habt schreibt mir einfach über das Kontaktfeld auf der rechten Seite.  

Meinen anderen Eintrag über den Kostenübernahmeantrag mit vielen weiteren Informationen findet ihr hier: http://meinebrustop.blogspot.de/2015/03/kostenubernahmeantrag-bei-der.html 

Liebe Grüße

Anna

 


Donnerstag, 8. Oktober 2015

Meine Meinung zu einer Folgekostenversicherung

Hallo alle zusammen,

diejenigen von euch, die sich für eine Brustvergrößerung oder -korrektur entschieden haben, fragen sich vermutlich früher oder später, ob eine Folgekostenversicherung sinnvoll ist oder ob sich das nicht lohnt. Darum erzähle ich euch heute meine Meinung dazu :-)

Wann kann eine Folgekostenversicherung greifen?

Eine Folgekostenversicherung greift, wenn bei euch innerhalb eines bestimmten -vertraglich geregelten Zeitraums- eine weitere Operation nötig wird, welche aus einer vorherigen Operation resultiert. Der wahrscheinlichste Fall, dass eine solche Operation nötig wird, ist bei einer Brustvergrößerung dass eine Kapselfibrose entsteht.

Was ist eine Kapselfibrose?

Naturgemäß bildet der Körper um jeden Fremdkörper, der sich in unserem Körper befindet, eine Hülle. Bei einer Kapselfibrose zieht sich diese Hülle zusammen und verformt das Implantat auf eine schmerzhafte Art und Weise. Es gibt verschiedene Abstufungen der Schwere einer Kapselfibrose.

Wie hoch ist das Risiko, dass eine Kapselfibrose entsteht?

Dazu gibt es leider vieeele verschiedene Studien, die Ergebnisse schwanken von ca. 5-15%. Manche Studien kommen zu dem Schluss, dass besonders am Anfang die Gefahr einer Kapselfibrose hoch sei, andere Studien besagen, dass die Gefahr einer Kapselfibrose mit der Zeit zunimmt. Die neuen Implantatsorten mit einer texturierten Oberfläche, welche das Einwachsen erleichtern und dadurch die Kapselfibroserate senken sollen, existieren noch nicht lange, weswegen es zu diesen Implantaten noch keine wirklichen Studien gibt, was die Kapselfibroserate angeht. Generell geht man davon aus, dass eine Positionierung des Implantats unter dem Brustmuskel die Wahrscheinlichkeit einer Kapselfibrose senkt, da das An- und Entspannen des Brustmuskels eine massierende Funktion auf die Hülle um das Implantat haben soll, wodurch das Risiko einer Kapselfibrose gesenkt werden soll.

Wie lange haften Folgekostenversicherungen für die Kosten einer Operation, welche aus einer vorherigen OP resultiert?

Das hängt natürlich ganz von dem jeweiligen Versicherungstarif ab, den ihr wählt. Die Folgekostenversicherungen, die ich gefunden habe, hatten als höchsten Tarif einen dreijährigen Versicherungsschutz für Kapselfibrose angegeben.

Habe ich eine Folgekostenversicherung abgeschlossen?

Nein, das habe ich nicht. Ich habe vorher lange und ausführlich darüber nachgedacht, bin dann allerdings zu dem Entschluss gekommen, dass mir die Versicherung für einen (auf den gesamten Zeitraum, den ich die Implantate noch haben werde - nämlich lebenslang) relativ kurzen Zeitraum zu teuer ist und dass das Risiko eine Kapselfibrose zu bekommen so niedrig ist, dass ich beschlossen habe, das Risiko einzugehen und keine abzuschließen. Nichtsdestotrotz muss das natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Die meisten plastischen Chirurgen haben Informationsbroschüren von Folgekostenversicherungen bei sich in der Praxis, also lasst euch doch dann einfach von eurem plastischen Chirurgen beraten, ob er euch eine Folgekostenversicherung empfehlen würde.

Alles Liebe

Anna

Montag, 5. Oktober 2015

Drainagen ziehen

Ihr Lieben,

heute geht es um ein Thema, vor dem -nach Aussage meines plastischen Chirurgen- viele Frauen, die sich die Brüste vergrößern lassen, total Angst haben: Drainagen ziehen...

Zuerst einmal:

Was sind Drainagen?

Als Wunddrainage bezeichnet man ein Abfluss-System für Körperflüssigkeiten (Drainage), das in der Regel nach größeren operativen Eingriffen dazu dient, vorübergehend Blut und Wundsekret nach außen abzuleiten bzw. die initiale Wundheilung zu fördern. Die gängigste Wunddrainage ist die Redondrainage (benannt nach dem Pariser Kieferchirurgen Henry Redon).
 
Am Ende größerer OPs wird vom Chirurgen vor der Hautnaht im Unterhautfettgewebe (Subkutis) eine Wunddrainage in die Wunde eingelegt und wenige Zentimeter von der Wunde entfernt aus der Haut heraus geleitet. Der Drainageschlauch wird mit einem unter Unterdruck stehenden Behältnis konnektiert, welches einen kontinuierlichen Sog ermöglicht. Der Sog auf der Drainage bewirkt, dass Wundsekret (Blut und seröse Flüssigkeit) nach außen abgeleitet wird und die Wundflächen zusammengezogen werden. Dies soll ein besseres Verheilen der Wundfläche bewirken.
Eine postoperative Wunddrainge (Redondrainage) wird gewöhnlich für 2-3 Tage belassen.

(Quelle: http://flexikon.doccheck.com/de/Wunddrainage)

Wie lange bleiben die Drainagen drin?

Normalerweise bleiben die Drainagen bis zum Tag nach der OP drin, es sei denn es stellt sich heraus, dass die Wunde viel Wundflüssigkeit absondert, dann bleibt die Drainage meines Wissens länger drin.

Tut das Drainagen ziehen weh?

NEIN!!! Also bei mir tat es überhaupt nicht weh. Mein plastischer Chirurg hat mir vorher erzählt, dass er, aufgrund der Ängste der Patientinnen vor dem Drainagen-Ziehen, mittlerweile spezielle Drainagen verwendet, welche zwar teurer sind aber wohl das schmerzfreie Entfernen noch einfacher machen sollen. Mein Arzt und eine Arzthelferin haben quasie gleichzeitig an den Enden der Drainageschläuche gezogen, es gab ein kurzes "plopp"-Geräusch und fühlte sich lustig an, tat aber überhaupt nicht weh! Anschließend kamen Plaster auf die kleinen Löcher, wo vorher die Drainagen drin steckten. Die Pflaster habe ich glaube ich eine Woche drauf gelassen, einfach um die Stelle zu schützen, damit sich nichts entzündet.

Hinterlassen die Drainagen dort, wo sie rauskamen, Narben?

Um diese Frage zu beantworten habe ich grade versucht die Austrittslöcher zu finden. Sie liegen in den Achseln unterhalb und ich muss sagen: Ich sehe auf beiden Seiten - und das auch nur, wenn ich wirklich seeeeehr ordentlich suche und weil ich weiß, wo ich suchen muss - ganz kleine Stellen. Sie fallen überhaupt nicht auf und sehen so aus, wie kleine super gut verheilte Macken. Also wenn man nicht wüsste, dass da die Drainagen rauskamen, würde man das definitiv nicht sehen, ihr braucht euch überhaupt keine Sorgen zu machen, dass das nachher jemand sieht. Selbst wenn ich ganz nah vor dem Spiegel mit gehobenen Armen stehe, sehe ich die nicht und meine OP ist erst gut fünf Monate her.

Wie sieht das aus, wenn man die Drainagen am OP-Tag hat?

Um diese Frage beantworten zu können, lade ich anbei mal ein Bild von mir hoch, welches ich am Morgen nach der OP aufgenommen habe. Kurz danach kam der blöde Verband ab und die Drainagen raus! :-)



Zum Schluss noch eine Bitte...

Ich bekomme immer wieder E-Mails von Mädels, die mich fragen, wie es mir jetzt geht, ob 275ml nicht zu groß sind, ob ich noch beim Sport eingeschränkt bin, etc.. Habt ihr auch so eine Frage? Dann ab damit in das Kommentarfeld rechts, dann werde ich diese in meinem Blog beantworten, um ihn somit hoffentlich noch hilfreicher für diejenigen von euch zu gestalten, die eine OP planen, einen Kostenübernahmeantrag stellen wollen, usw...

Liebe Grüße

Anna

Freitag, 2. Oktober 2015

Videoempfehlung

Ihr Lieben,

für all diejenigen, die überlegen sich die Brüste vergrößern zu lassen: Schaut euch das folgende Video an:

https://www.youtube.com/watch?t=466&v=FBOcWPFlC3g

Es ist ein Video von meinem plastischen Chirurgen, in welchem sehr gut beschrieben wird, wie der gesamte Ablauf aussieht, vom ersten Beratungstermin bis zur Nachsorge, und es gibt viele hilfreiche Informationen, was beispielsweise Themen wie Implantatwechsel, Implantatqualität und die Zeit nach der OP angeht.

Liebe Grüße

Anna

Mein Arzt

Hallo alle zusammen,

heute verfasse ich wahrscheinlich den längsten Eintrag dieses Blogs und das hat einen Grund: Ich möchte euch heute über meinen Arzt berichten.

Wie bin ich auf ihn gekommen?

Ich war im letzten Jahr bei insgesamt sechs verschiedenen plastischen Chirurgen zum Vorgespräch, da ich mir den bestmöglichen Eindruck verschaffen wollte. Dies kann ich im Nachhinein auch nur jedem empfehlen, der plant sich die Brüste operativ vergrößern zu lassen: Geht zu so vielen Beratungsgesprächen wie möglich! Ich wollte mir die Vor- und Nachteile der verschiedenen OP-Methoden erklären lassen, wollte sehen, was für Größen und Zugangswege die einzelnen Chirurgen empfehlen würden und wollte vor allem einen Arzt finden, der mir persönlich sympathisch ist und dem ich vertrauen kann. Der vierte Arzt bei dem ich war, war der Erste der meine tubuläre Brustdeformität erkannt hat und war mir auch sehr sympathisch. Allerdings war dieser noch extrem jung, weswegen ich Zweifel hatte, ob er genügend Erfahrung für die Korrektur einer tubulären Deformität hat. Die Ärzte, bei denen ich zum Vorgespräch war, habe ich mir einfach aus dem Internet rausgesucht, wichtig war mir lediglich, dass sie keine Beratungsgebühr verlangen, da ich es nicht richtig finde für so etwas Geld zu verlangen, schließlich wollen die Ärzte etwas "verkaufen" und außerdem gibt es genug Ärzte, die keine Beratungsgebühr verlangen.

Wer ist mein Arzt?

Mein Arzt ist Herr Dr. Spanholtz, welcher eine Klinik für plastische und ästhetische Chirurgie in Bergisch Gladbach betreibt. Des Weiteren hat er ein Büro in einem der Kranhäuser in Köln. Dort kann man sich unverbindlich beraten lassen, die OP's werden jedoch ausschließlich in Bergisch Gladbach durchgeführt, was ich jedoch nicht als schlimm erachtet habe, da die Klinik in Bergisch Gladbach gut mit dem Auto zu erreichen ist.

Wie war das erste Beratungsgespräch?

Den ersten Termin hatte ich in seinem Büro in einem der Kranhäuser in Köln. Herr Dr. Spanholtz empfing mich pünktlich und was darauf folgte war das beste Beratungsgespräch von allen: Er nahm sich eine Stunde Zeit, um mit mir die OP-Methoden durchzugehen, zeigte mir ganz, ganz viele vorher-nachher Fotos und beantwortete jede meiner Fragen sehr ausführlich. Alle anderen Beratungsgespräche dauerten zwar auch 30-60 Minuten, beinhalteten jedoch jedes Mal auch direkt eine Anprobe mit Probeimplantaten, was ich manchmal ein bisschen viel für den ersten Termin fand. Klar ist es toll sich selber schon mal probeweise mit größeren Brüsten zu sehen aber bei dem ersten Termin bekommt man so viele Informationen, die man sich finde ich erst mal in Ruhe durch den Kopf gehen lassen sollte, bevor man sich um Fragen wie die Wunschgröße kümmert.

Erst zum Ende des ersten Gesprächs sprach ich sowohl meine tubuläre Brustdeformität als auch eine Blutgerinnungsstörung, die ich habe, an. Auch diese beiden Fragen konnte er ausführlich und zu meiner vollsten Zufriedenheit beantworten. Er erklärte mir ausführlich die Korrektur einer tubulären Deformität und gab mir den Namen einer Gerinnungsspezialistin, bei der ich vor der OP auf jeden Fall einmal vorstellig werden sollte. Die Tatsache, dass er explizit sagte, dass ich dort auf jeden Fall hingehen sollte, egal bei wem ich operieren lassen würde, machte ihn mir direkt noch sympathischer.

Als das erste Beratungsgespräch bei Herrn Dr. Spanholtz beendet war, war ich mir sofort sicher: DER IST ES! Bei diesem Arzt möchte ich mich operieren lassen. 
 
Wie war das zweite Beratungsgespräch?

Zum zweiten Beratungsgespräch kamen meine Eltern mit. Was schade war, das möchte ich an dieser Stelle nicht verschweigen, war dass wir fast eine dreiviertel Stunde warten mussten, da es wohl ein dringendes Problem gab. Dr. Spanholtz entschuldigte sich jedoch aufrichtig und vor allem mit einem lustigen Spruch, sodass unsere Genervtheit aufgrund der Wartezeit direkt wie Weggeblasen war. Anschließend nahm er sich 1,5 Stunden Zeit für uns, erklärte meinen Eltern in aller Ruhe den Ablauf der OP, mögliche Komplikationen und zeigte uns sogar Fotos von einer solchen OP (aus einem Lehrbuch), da ich mir nicht vorstellen konnte, wie die Korrektur der Deformität ablaufen würde. Er zeigte Verständnis für die schwierige Situation meiner Eltern, die eigentlich partout gegen diese OP waren und Angst hatten, dass mir dabei etwas passiert.

Schon vor dem zweiten Beratungsgespräch war eigentlich für mich klar: DAS IST MEIN ARZT. Trotzdem wollte ich erst noch die Meinung meiner Eltern abwarten und schauen, ob mich Dr. Spanholtz auch beim zweiten Termin so überzeugen würde. Das tat er und so machten wir direkt im Anschluss einen Termin für den nächsten Tag zur Implantat-Anprobe aus.

Wie war der Termin zur Implantat-Anprobe?

Der Termin zur Implantat-Anprobe was genau wie die beiden vorherigen Termine einfach nur toll und bestätigte mich in der Wahl meines Arztes. Nicht nur die Spontaneität zur Terminfindung sondern auch die Gelassenheit während der Implantat-Anprobe haben meinen sehr positiven Eindruck von ihm verstärkt. Ich war mir anfänglich ein bisschen unsicher, welche Implantate ich nehmen soll und er redete mir nicht in meine Entscheidung rein sondern äußerte lediglich seine Meinung zu einem ästhetischen Gesamteindruck, ohne mir dabei seine Meinung aufdrücken zu wollen oder Ähnliches. So war ich völlig frei in meiner Auswahl, was ich sehr gut finde denn schließlich bin ich diejenige, der meine Brüste gefallen müssen :-P


Wie ist die Klinik gestaltet?

Die Klinik ist hell, freundlich und super modern ausgestattet. Sie liegt in einem modernen Gebäude mit verschiedenen Ärzten und einem Kieser Fitnessstudio. Selbstverständlich ist alles zu 100% sauber und wirkt qualitativ hochwertig sowie gepflegt. Der Wartebereich ist so gestaltet, dass man vom Eingang her nicht auf die Wartenden blicken kann, was ich sehr gut finde, da der Besuch bei einem plastischen Chirurgen ja etwas ziemlich privates ist. Die Zimmer für die Patienten sind super gemütlich, wirken nicht wie in einem Krankenhaus sondern man fühlt sich dort direkt wohl, da sie sehr gemütlich sind. Mein Zimmer hatte Parkettboden, bunte, fröhliche Vorhänge und war sehr wohnlich gestaltet. Das angeschlossene Badezimmer hatte ein abgetrenntes WC und Waschbecken, im Badezimmer selbst befand sich eine Dusche. Des Weiteren gab es zwei Korbsessel für Besucher, einen Fernseher sowie einen kleinen Schrank zum Verstauen der persönlichen Gegenstände.

Wie ist das Klinikpersonal?

Kurzum: Einfach nur SUPER NETT! Alle Sprechstundenhilfen sind hilfsbereit, freundlich und kompetent. Das Team ist sehr jung und man fühlt sich jederzeit gut aufgehoben. Am meisten begeistert haben mich jedoch die Schwestern, insbesondere die Schwester, die an meinem OP-Tag da war. Sie war so unfassbar freundlich, aber es wirkte nie aufgesetzt, sie sagte mir sogar Bescheid, wenn sie in die andere Etage ging, erklärte mir dass ich mir überhaupt keine Sorgen machen müsste und das Signal des Piepers problemlos bis auf den Parkplatz reichen würde, machte mir ganz leckere Brote mit Käse und Tomate nachmittags, brachte mir immer wieder etwas zu trinken, erkundigte sich nach meinem Befinden und ich fühlte mich - und das war das Schönste - zu keinem Zeitpunkt so, als würde ich sie stören, wenn ich sie rufe.

Ich kann echt nicht in Worte fassen, wie begeistert ich von Herrn Dr. Spanholtz und seinem Team bin. Trotz der Schmerzen habe ich mich den gesamten Aufenthalt dort total wohlgefühlt. Ich finde Herrn Dr. Spanholtz sehr nett, locker drauf, sympathisch und extrem kompetent. Man bekommt nach der OP seine Handynummer, sodass man sich jederzeit mit Fragen oder Problemen an ihn wenden kann, was sehr praktisch ist: Ich hatte mir einige Tage nach der OP Sorgen gemacht, dass eine Naht aufgegangen sein könnte, weil unter dem Pflaster getrocknetes Blut war und habe ihm dann Freitagabend kurz die betreffenden Stellen fotografiert und per what's app geschickt. Er konnte mich schnell beruhigen und ich musste weder das gesamte Wochenende mir Sorgen machen, noch musste ich extra in die Klinik fahren, um ihm die betreffenden Stellen zu zeigen. Bei allen Fragen hat man nie das Gefühl ihn zu stören und er ist sehr humorvoll. Als ich ihn gefragt habe, ob ich vier Monate post OP Fallschirmspringen dürfte, fragte er mich ob ich denn gar nicht an meinem Leben hängen würde :D (und er hat gesagt, dass es kein Problem ist mit den Brüsten).

Fazit:

Ich kann nur jedem, der im Raum Düsseldorf, Köln, Bonn wohnt einen Besuch bei Herrn Dr. Spanholtz empfehlen. Wie man hoffe ich an diesem Blogeintrag merkt, bin ich restlos begeistert von ihm und würde die Entscheidung, mich bei ihm operieren zu lassen, jederzeit wieder treffen, da es zu 100% die richtige Entscheidung war!  Auch denjenigen, die weiter weg wohnen (Essen, Dortmund, Duisburg, Siegen, etc.) würde ich trotzdem empfehlen sich einen Termin zum Beratungsgespräch zu machen: Da ich zu 100% glücklich bin nach der OP und das Ergebnis PERFEKT finde, kann ich nur sagen: Dafür lohnen sich auch weitere Fahrten.

Links:

Seine Internetseite:
 http://koeln-plastische-chirurgie.com/
Seine Bewertung auf jameda.de:
http://www.jameda.de/bergisch-gladbach/aerzte/plastische-u-aesthetische-chirurgen/dr-timo-a-spanholtz/uebersicht/81184438_1/ 

 
Alles Liebe

Anna

UPDATE: Befinden & Sport

Ihr Lieben,

da ich in einer Mail gefragt worden bin, wie es mir denn mittlerweile geht und ob ich noch Einschränkungen beim Sport habe, wollte ich euch einmal kurz ein Update geben :)

Also zu allererst: Es geht mir super! Ich merke im täglichen Leben (schon seit Monaten) überhaupt keine Einschränkungen mehr! Wasserkästen schleppen, Taschen oder Koffer tragen, usw. alles gar kein Problem und zwar schon eigentlich seit Juni, also anderthalb Monate post OP ging alles wieder! Ich freue mich jeden Tag an meinen Brüsten und irgendwie kann ich immernoch nicht so ganz glauben, dass das Alles wirklich passiert ist: Die OP ist so problemlos verlaufen, ich hatte keine Komplikationen, der Heilungsverlauf ging sehr schnell und nahezu schmerzfrei (zumindest wenn man überlegt, wie da an und in meinem Körper rumgewurschtelt wurde) und das Ergebnis ist einfach nur PERFEKT!

Wie ich schon in einigen Posts erzählt habe, durfte ich schon zwei Wochen nach der OP wieder mit Sport im Fitnessstudio anfangen, Maßgabe war allerdings, dass ich nicht wackel (nicht joggen, o.Ä.) und dass der Oberkörper ruhig gehalten wird. Beintraining an Geräten und Indoor Cycling ging gut, auch wenn ich bei beidem langsam angefangen habe um mich nicht aus Versehen zu überfordern. Circa sechs Wochen nach der OP habe ich dann angefangen Bauch und Rücken zu trainieren, bin wieder auf den Stepper gegangen und habe auch freie Übungen für die Beine (Ausfallschritte, etc.) gemacht. 

3 Monate post OP (also Ende Juli) habe ich dann wieder -ganz, ganz langsam und vorsichtig- angefangen meine Arme zu trainieren und habe mich wieder ans TRX getraut, da hatte ich vorher auch Sorge, da auch bei den Bauchübungen, die ich mache, die Arme gebraucht werden (planking, etc.). Ich war sehr vorsichtig beim Training, habe beim leichtesten Schmerz direkt aufgehört und mir die Übungen gesucht, die ich problemlos machen kann. Freie Trizeps Curls gingen beispielsweise direkt super, während ich bei der Übung am Seilzug direkt Schmerzen in den Brüsten bekam.

Ebenfalls drei Monate post OP durfte ich wieder joggen gehen: Anfangs war ich total ängstlich, habe zwei Sport BH's übereinander gezogen und hatte trotzdem die ganze Zeit Sorge, dass ich was kaputt mache. Ging aber alles problemlos :) Nur meine Kondition hat wirklich sehr gelitten, da ich zwar ab und zu Cardiotraining im Fitnessstudio gemacht habe aber nicht wirklich oft. Finde es einfach viel schöner an der frischen Luft zu joggen als mich auf ein Indoor Cycling Rad zu setzen!

Heute, also 5,5 Monate post OP, habe ich -wieder ganz, ganz vorsichtig- mal angefangen meine Brustmuskeln an der Butterfly Maschine zu trainieren. Gewicht ganz langsam hochgestellt und auch nicht schwer, nur so dass ich ein bisschen Gegendruck merke. Habe zwei Sätze á 20 Wiederholungen mit 10kg gemacht und es ist mir gut bekommen :) Kurz nach dem Training hatte ich ein leichtes Ziehen in der Brust, da hatte ich schon echt Sorge, dass ich mich überanstrengt habe aber das ist ganz schnell verschwunden. Werde allerdings nicht weiterhin die Übung am Gerät machen, möchte lieber übermorgen mal Liegestütze versuchen, da ich nie wirklich viele konnte und mich jetzt irgendwie der Ehrgeiz gepackt hat!

Ansonsten gibt es nicht wirklich Neues zu berichten :P Mir geht es super, ich bin nach wie vor total glücklich dass ich die OP habe machen lassen und selbstverständlich auch über meine Arztwahl - ein extra Blogeintrag über meinen Arzt kommt übrigens noch!

Liebe Grüße

Anna

Montag, 27. Juli 2015

UPDATE Kostenübernahmeantrag

Hallo alle zusammen,

auch wenn meine OP mittlerweile drei Monate her ist, wollte ich euch noch einmal ein kurzes Update zu meinem Kostenübernahmeantrag geben.

Nach zwei Einsprüchen auf das Urteil meiner Krankenkasse kam Anfang Mai die endgültige Ablehnung meines Antrags, gegen welche ich nur noch gerichtlich hätte Einspruch erheben können.

Da jedoch zu diesem Zeitpunkt meine OP bereits geschehen war, hätte mir das nichts mehr gebracht.

Ich weiß nicht, was ich getan hätte, wenn meine Eltern und meine Oma die OP nicht bezahlt hätten und ich denke, dass jeder für sich selber entscheiden muss, ob man riskiert die Gerichtskosten zu tragen (was ihr soweit ich weiß müsst, falls ihr das Verfahren verliert) oder ob man lieber jeden Cent spart. Ich war monatelang nicht shoppen und kaum im Kino o.Ä. und habe mir dadurch 500€ für die OP zusammengespart. Gut, von 6500€ ist das nur ein kleiner Happen aber als Student ist es halt auch schwerer, da man höchstens durch einen Nebenjob Geld verdienen kann.

Wovon ich euch auf jeden Fall abraten möchte ist, die OP kostengünstig im Ausland machen zu lassen. Sicherlich gibt es dort ebenfalls kompetente, erfahrene Ärzte aber fragt euch mal, wie so günstige Preise zustande kommen. Alleine meine Implantate haben 1000,-€ gekostet, dazu kommen die Anästhesie (750€), das Honorar für den Operateur, die Schwestern und OP-Schwestern, die bezahlt werden müssen, die Raumkosten für die Praxis und und und... Natürlich sind die Löhne in Polen oder so niedriger aber die Ärzte dort verwenden bestimmt keine Implantate von Polytech oder Allergan (das sind die beiden führenden Firmen für Silikonimplantate weltweit)

Und wisst ihr, was noch schlimmer ist? Stellt euch mal vor, bei eurer OP geht was schief und ihr habt nachher deformierte Brüste und braucht eine Korrektur-OP. Versucht mal gegen einen ausländischen Arzt zu klagen, da greift das deutsche Recht nicht und das wissen die dortigen Ärzte auch.

Ich war bei einem Arzt in Köln zum Vorgespräch, dort hätte die OP glaube ich 4000,-€ + Anästhesie ca. 500,-€ gekostet. Klar sind das immer noch 2000,-€  mehr als ihr in Polen oder Tschechien wahrscheinlich bezahlen müsst, aber da würde ich lieber ein Jahr länger sparen und dafür dann eine vernünftige Implantatqualität. geltendes deutsches Recht und vorallem auch deutschsprachiges Ärzte- und Pflegepersonal haben. Insofern würde ich lieber Zeit investieren, um euch einen Arzt hier in Deutschland zu suchen, bei dem für euer persönliches Empfinden das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt und die Zeit während ihr sucht nutzen, um weiter zu sparen :)


Liebe Grüße


Anna

Vorbereitung auf die OP

Ihr Lieben,

da ich seinerzeit vor der OP extrem aufgeregt war und nicht wusste, was mich erwartet und wie ich mich darauf am besten vorbereite, dachte ich mir ich schreibe euch mal einen Blogeintrag darüber, wie ihr euch am besten -zumindest aus meiner Sicht- auf die OP vorbereiten könnt.

Zu allererst würde ich euch empfehlen, dass ihr entweder bereits vor der OP mit eurem Arzt ausmacht, dass dieser euch einen zweiten Kompressions-BH mit gibt, damit ihr den einen auch mal waschen könnt, schließlich müsst ihr den die ersten sechs Wochen (vom Duschen mal abgesehen) nonstop tragen. Da diese Kompressions-BHs jedoch sehr teuer sind und ihr sie nur die ersten drei Monate nach der OP tragen müsst, würde ich euch empfehlen, dass ihr euch bereits vorher einen Sport-BH kauft, welchen man -ganz wichtig- nicht über den Kopf ziehen muss sondern wie einen normalen BH anzieht. Da ihr in den ersten zwei Wochen die Arme nicht heben dürft, würdet ihr einen Sport-BH nicht über den Kopf kriegen und außerdem würde das am Anfang auch echt wehtun den so anzuziehen. Nehmt euch ein Maßband mit und messt bei eurem Chirurgen eure ungefähre post-OP-Größe aus oder ihr lasst den Chirurgen schätzen. Mein Sport-BH, den ich mir nach der OP bestellt hatte war verstellbar, sowohl was die Trägerlänge als auch die Weite am Brustkorb anging, den fand ich echt super. Habe davon auch ein Bild in einem der Posts nach der OP reingestellt. Ich bin relativ lange mit Sport- beziehungsweise Kompressions-BH duschen gegangen und habe danach immer gewechselt (also von Kompressions- auf Sport-BH oder andersrum), einfach weil es am Anfang höllisch unangenehm ist, wenn die Brüste frei in der Luft "baumeln" und auch, weil ich Sorge hatte, dass sich die Implantate drehen oder verrutschen. Den Sport-BH sollte ich nach Aussage meines Chirurgen nicht über Nacht anlassen, ansonsten sagte er jedoch, dass nichts dagegen sprechen würde einen Sport-BH statt des Kompressions-BHs zu tragen, während dieser in der Wäsche ist.

Ebenfalls wichtig ist die Kleidung für die Zeit nach der OP. Ihr werdet keine Jeansknöpfe schließen können, also empfehle ich euch Jogginghosen. Da ihr euch eh eine Woche schonen müsst, ist es relativ egal wie ihr ausseht :P Obenrum habe ich in der post-OP-Zeit Tops aus Baumwolle mit einem hohen Stretchanteil getragen. Dann konnte ich nämlich mit den Füßen in die Tops steigen, diese bis zum Bauch hochziehen und die Träger über meine Arme ziehen ohne diese großartig bewegen, geschweige denn heben, zu müssen. Da ihr die Arme nicht heben dürft sind Strickjacken und Sweatshirt-Jacken gut, nach einiger Zeit (bei mir war es ca. eine knappe Woche) gingen auch wieder dehnbare T-Shirts und Co, aber das hängt denke ich ziemlich von der OP-Methode, Implantatgröße und eurem individuellen Heilungsverlauf ab.

Wenn ihr aus der Klinik entlassen werdet, braucht ihr definitiv jemanden der euch abholt. Selber Autofahren dürft ihr nicht und den Weg mit Bus & Bahn und einer Reisetasche anzutreten ist glaube ich ebenfalls eine ziemliche Schnapsidee :D Ich würde euch ebenfalls empfehlen, dass ihr in den ersten Tagen nach der OP jemanden habt, der im besten Fall bei euch wohnt oder zumindest einmal am Tag bei euch vorbeikommt, um euch bei Sachen zu helfen, die ihr selber nicht könnt. Beispielsweise Sachen aus höheren Schränken herausholen, für euch einkaufen, etc. .

Ich hatte mir für die Zeit nach der OP Gossip Girl Staffel 1-6 vorgenommen aber davon habe ich kaum etwas geguckt. Tagsüber war ich durch die Anstrengung der OP und durch die Schlaftabletten, die ich drei Nächte genommen habe so müde, dass ich viel geschlafen habe und wenn ich dann mal wach war habe ich ein bisschen ferngesehen aber oft versucht, mir ein bisschen die Füße zu vertreten oder mit meiner Familie und Freunden geplaudert, weil mir so langweilig war. Apropos Freunde: In den ersten sechs Tagen hatte ich gar keine Lust auf Besuch, weil es mir nicht gut ging und weil ich mich auch nicht wohl fühlte. Selbst nach dem Duschen fühlte ich mich irgendwie immer noch gammelig, einfach weil ich die ganze Zeit rumlag :P

Auch Arbeit für die Uni oder sonstige Pflichten, die körperlich nicht anstrengend sind kann ich euch nicht für die Zeit nach der OP empfehlen, da ihr merken werdet, dass so eine OP den Körper schon echt schlaucht und ihr danach Ruhe braucht, um wieder zu Kräften zu kommen.

Übrigens war ich sechs Tage nach der OP im Kino. Die Fahrt dahin war zwar etwas unangenehm aber als ich dann da war habe ich fast vergessen, dass ich frisch operierte Brüste habe :)

Falls ihr alleine wohnt, würde ich euch empfehlen dass ihr vor der OP einmal gründlich durchputzt, da das in der ersten Zeit danach nicht geht. Wenn ihr einen Hund habt, braucht ihr definitiv jemanden der mit dem geht, da ihr zwar eine Leine halten könntet, es aber richtig schmerzhaft und kontraproduktiv für das OP-Ergebnis wäre, wenn der Hund dann zieht. Außerdem bin ich die erste Zeit nach der OP so langsam und wenig gelaufen, das wäre jedem Hund zu wenig :P

Falls ihr alleine wohnt, würde ich mir an eurer Stelle Sachen, die ihr unkompliziert und schnell zubereiten könnt schon einmal in Reichweite stellen, da ihr die Arme nicht heben dürft.

So, das wäre alles was mir bis jetzt an Tipps so einfällt. Wenn ihr noch etwas wissen wollt schreibt mir einfach :)


Liebe Grüße


Anna

Mittwoch, 22. Juli 2015

Der 3. Kontrolltermin bei meinem plastischen Chirurgen

Ihr Lieben,

gestern hatte ich den dritten Kontrolltermin (3 Monate post OP) bei meinem plastischen Chirurgen.

Davor hatte ich ziemlich Angst. Warum?

Nunja, einige von euch werden lachen (mein plastischer Chirurg hat nachher gelacht), einige werden mich sicherlich für total blöd erklären: Am Wochenende war ich auf der Düsseldorfer Rheinkirmes und bin mit folgenden Fahrgeschäften gefahren: 2x wilde Maus, 1x Freefall Tower, 1x Breakdance, 1x eine Achterbahn ohne Loopings und 1x eine Achterbahn mit fünf Loopings.

Sport BH? Normaler BH? Nein, ich hatte einen trägerlosen BH an :D

Montagmorgen hatte ich dann ein ziemliches Ziehen in der rechten Brust, was Dienstag leider nur etwas besser geworden war. Montag war es so stark, dass jede Bewegung wehtat, mittlerweile (Mittwoch) merke ich es kaum mehr.

Mein Arzt hat beide Brüste abgetastet und konnte mich beruhigen, dass nichts kaputt gegangen ist. Außerdem meinte er, dass es eigentlich ein gutes Zeichen wäre, weil es bedeuten würde, dass ich nicht mehr daran denke (was wiederum zeigt, wie gut und problemlos alles verheilt ist).

Nachdem klar war, dass nichts kaputt gegangen ist, hat er lachend seinen Sprechstundenhilfen erzählt, dass ich drei Monate nach der OP mit einem trägerlosen BH eine Achterbahn mit Loopings gefahren bin.

Wir hatten viel Spaß, ich finde ihn total nett und fühle mich bei ihm nach wie vor super aufgehoben! Er nimmt meine Sorgen ernst, kann einem schnell weiterhelfen und ist bei all dem total sympathisch und locker! Aber all das werde ich euch noch in einem separaten Blogeintrag erzählen :)

Freitag gehe ich vielleicht nochmal auf die Rheinkirmes, die Achterbahn mit Loopings soll ich erst mal besser auslassen. Wenn Freitag die Schmerzen weg sind, werde ich allerdings mit einem straff sitzenden Sport-BH auf normale Fahrgeschäfte ohne Loopings gehen!
Ansonsten war der Kontrolltermin kurz und absolut unkompliziert: Er hat sich meine Brüste angeguckt, gefühlt und mich dann an den UV-Schutz erinnert. Dann war der Termin vorbei und ich durfte wieder nach Hause :)

So, jetzt ergänze ich mal den Blogeintrag, was ich wann konnte.

Alles Liebe


Anna

Dienstag, 21. Juli 2015

Was konnte ich wann bzw. was konnte ich wie lange nicht?

Ihr Lieben,
da die meisten meiner Leserinnen überlegen sich die Brüste vergrößern zu lassen, dachte ich mir, dass ich euch einfach mal erzähle, was ich wann nach der OP wieder konnte, damit ihr einen besseren Eindruck davon bekommt, was euch erwartet, wenn ihr euch zu dieser OP entscheidet.

Natürlich variiert das von Person zu Person und hängt auch von der OP-Methode, der Implantatgröße und eurem individuellen Heilungsprozess bzw. eventuellen Komplikationen ab.
  • Duschen: Durfte ich nach zwei Tagen wieder, auf meinen Narben waren für zwei Wochen über den Pflastern Duschpflaster, welche ich jedoch erst eine Woche nach der OP gesehen habe. In den ersten sechs Tagen nach der OP habe ich mich allerdings nicht getraut duschen zu gehen sondern mich immer nur mit einer Katzenwäsche, also mit einem Waschlappen gewaschen, weil ich total Angst hatte, dass das vielleicht zu viel ist und ich auch ein bisschen panisch war, dass da Seife an die Narbe kommt (wie gesagt, ich hab die Duschpflaster erst nicht gesehen)
  • Haare bürsten: Ging am Anfang gar nicht. Meine Mama musste mir die Haare bürsten, sie hat sich zwar echt Mühe gegeben aber grade nach dem Haare waschen bzw. Duschen war das unangenehm, weil man das bei sich selbst finde ich am besten & schmerzlosesten kann :) Nach circa einer Woche habe ich langsam wieder angefangen mir selber die Haare zu bürsten
  • Zähne putzen: Da ich eine elektrische Zahnbürste habe ging das von Anfang an, allerdings weiß ich nicht wie es mit einer Handzahnbürste gewesen wäre
  • Autofahren: Nach 10 Tagen durfte ich wieder selber fahren, davor fand ich es aber auch einfach echt unangenehm mich ins Auto zu setzen, besonders am Tag nach der OP als ich aus der Klinik abgeholt wurde tat jedes Schlagloch und jeder Hubbel sowas von in den Brüsten weh. Gar nicht schön.. Das war aber nach 10 Tagen wieder viel besser, nur das reinmachen des Rückwärts-Ganges hat ein bisschen geziept, weil ich dazu den Schaltknüppel nach unten drücken muss.
  • Arme heben: In den ersten beiden Wochen nach der OP durfte ich die Arme maximal auf Schulterhöhe anheben, aber selbst das habe ich größtenteils vermieden, weil ich meine Brüste schonen wollte. Nach zwei Wochen durfte ich die Arme dann wieder richtig heben.
  • Sport: Nach zwei Wochen durfte ich wieder Sport machen, allerdings nur Sachen, bei welchen man den Oberkörper ruhig hält und die Tittis nicht wackeln. Ich habe im Fitnessstudio meine Beine trainiert und war auf Cardio-Geräten, bei welchen man ruhig sitzt
  •  Flaschen aufdrehen: Geht am Anfang auch nicht. Nach schätzungsweise einer Woche ging das wieder
  • Mein Kissen aufschütteln: Nach 1,5 Wochen. Ich bin ein totaler Spinner, was mein Kissen angeht, weil ich immer möchte dass das so fluffig und aufgebauscht wie möglich ist. Die ersten 1,5 Wochen nach der OP hat meine Mama mein Kissen aufgeschüttelt aber es war einfach nie so, wie ich es sonst immer mache. Darum war ich sehr froh, als ich das wieder konnte.
  • Mich im Sitzen aufstützen (um sich beispielsweise auf dem Bett oder Sofa an den Rand zu schieben/drücken): Direkt nach der OP hat mir die Schwester gesagt, dass ich das vorerst auf keinen Fall machen soll, was dazu geführt hat, dass ich mir meine eigene "über das Sofa rutsch"-Technik entwickelt habe, mit der ich wirklich gut voran gekommen bin. Angefangen mich auf den Händen wieder aufzustützen habe ich nach circa drei Wochen, am Anfang noch sehr vorsichtig, um zu sehen, ob es irgendwo zieht oder weh tut.
  • Staubsaugen: Nach circa drei Wochen, da man am Anfang den gesamten Brustbereich so ruhig wie möglich halten soll. Fegen ging bereits nach circa 10-12 Tagen, allerdings nur langsam
  • Boden wischen: Wir haben einen Wischmopp, den man von links nach rechts bewegt. Diese Bewegung ist meinen Brüsten lange nicht bekommen, schätzungsweise nach 5-6 Wochen ging es wieder problemlos
  • Training der Bauchmuskulatur: Habe ich langsam nach vier Wochen wieder angefangen, so richtig viele Übungen habe ich erst nach 6-8 Wochen gemacht
  • Wasserkasten tragen: Habe ich schätzungsweise nach 6-8 Woche wieder.
  • Oberkörpermuskulatur trainieren: Nach circa 10 Wochen habe ich langsam wieder angefangen Bizeps, Trizeps und die Schultermuskulatur zu trainieren, allerdings immer darauf geachtet, dass ich Übungen mache, bei welchen ich den Brustmuskel nicht anspanne und darauf, dass ich während der Übung eine gute Kontrolle habe (besonders gut finde ich da den Freihantelbereich, da ich dort frühzeitig merke, falls eine Bewegung sich komisch anfühlt bzw. wehtut)
  • Joggen: Nach drei Monaten
  • Auf dem Bauch liegen: Nach drei Monaten (alle Maximalbelastungen sind erst nach drei Monaten wieder erlaubt)
So, das wäre alles, was mir bis jetzt so einfällt. Wollt ihr sonst noch etwas wissen, was ich hier noch nicht erzählt habe? Ab damit in die Kommentare oder schreibt mir eine private Nachricht über das Feld rechts :)


Liebe Grüße


Anna

Montag, 20. Juli 2015

2. Kontrolltermin bei meinem plastischen Chirurgen & kurzes Update

Ihr Lieben,

entschuldigt, dass ihr so lange nichts mehr von mir gehört habe aber ich habe momentan echt viel zutun. Die E-Mails werden sobald wie möglich beantwortet! :)

Nach sechs Wochen hatte ich meinen zweiten Kontrolltermin bei meinem plastischen Chirurgen. Das war wirklich unspektakulär und ich war nach fünf Minuten wieder draußen: Er hat Fotos gemacht, sich die Brüste angeguckt und gefühlt, wie fest die noch sind und mir dann noch eben meine Fragen beantwortet (wann ich wieder joggen und auf dem Bauch liegen kann). Was ich toll fand war, dass er auch bei diesem Termin nochmal erläutert hat, wie wichtig es ist, dass ich die Narbe vor Sonneneinstrahlung schütze und dass durch Kleidung oder Bikinis auch noch UV-Strahlen kommen. Da ich natürlich möchte, dass die Narbe sich so gut entwickelt wie irgendwie möglich, habe ich mir letztens, als ich in der Sonne lag Pflaster auf die Narben geklebt und da einen Bikini drüber gezogen. Dann fühlte ich mich sehr sicher :)


Nun sind die drei Monate Schonzeit seit der OP vorbei und ich habe es letzten Donnerstag gewagt und war joggen.. Hab mir zwei Sport-BHs übereinander gezogen - ja ich bin ein Angsthase-, weil ich Sorge hatte, dass das sonst vielleicht doch wackelt :P Ging aber alles super, nur meine Kondition ist nach 3 Monaten, in denen ich kaum Cardio gemacht habe, ziemlich futsch.. Aber das wird sich bald bestimmt wieder verbessern.

Leider habe ich vor vier Wochen kleine Dehnungsstreifen auf der einen Brust entdeckt. Nachdem ich das meinem plastischen Chirurgen geschrieben hatte, hat er mir gesagt, dass ich die mit Bepanthen eincremen und massieren soll, was ich seitdem 1-2x pro Tag mache... Eine wirkliche Verbesserung habe ich jedoch noch nicht bemerkt. Vielleicht sind sie ein klein bisschen weggegangen, aber das kann auch Einbildung sein.

Letztendlich interessieren mich die Dehnungsstreifen gar nicht wirklich, weil ich von dem Ergebnis so begeistert bin, dass ein paar winzige Streifen meine Freude darüber definitiv nicht mindern!

Morgen habe ich meinen dritten Kontrolltermin bei meinem Chirurgen, ich bin gespannt, was er dann vom "Endergebnis" hält und was er zu den Dehnungsstreifen sagt.

Wirklich auf dem Bauch gelegen habe ich seit der OP übrigens noch nicht, da ich mich nicht so Recht traue. Jetzt, wo die drei Monate rum sind, darf ich zwar auch das wieder aber da ich überhaupt kein Bauchschläfer bin, fehlt es mir auch nicht auf dem Bauch zu liegen. Höchstens im Fitnessstudio wird es für manche Übungen hilfreich sein, wenn ich wieder auf dem Bauch liegen kann.

Vor zwei Wochen habe ich übrigens wieder angefangen meine Schulter- und Armmuskulatur zu trainieren. Durch die zwei Wochen nach der OP, in welchen ich die Arme gar nicht heben sollte und die Schonzeit danach haben sich meine Muskeln total abgebaut, das ist echt faszinierend, wie schnell das geht. Mache jetzt nur Übungen im Freihantelbereich, da ich dort das Gefühl habe, dass ich die Übungen kontrollierter ausführen und mich besser darauf konzentrieren kann, ob das irgendwo ziept oder sich komisch anfühlt. Eine Übung für den Trizeps hatte ich an einem Gerät versucht aber da hat mein linker Brustmuskel protestiert (links ist das größere Implantat drin), darum halte ich mich weiter an den Freihantelbereich :)

Ich versuche euch sobald wie möglich weiter auf dem Laufenden zu halten!


Alles Liebe


Anna







Montag, 1. Juni 2015

Empfindsamkeit meiner Brüste

TAUBE BRÜSTE?

 Ihr Lieben,

vor meiner Brustvergrößerung war ich mir sicher, dass nach der OP meine Brüste anfänglich taub wären und ich war sehr überrascht, dass sie das nie waren. Am Anfang war das Gefühl komisch, so als würde man sich selbst durch Kleidung hindurch berühren, also so abgeschwächt aber ich hatte nie eine taube Stelle oder so. Am unempfindlichsten waren die Brustwarzen, was allerdings auch kein Wunder ist, wenn ich überlege, wie sehr die strapaziert worden sind (Korrektur der tubulären Deformität, Implantate reinmachen und auf der einen Seite vorher noch ein Probeimplantat rein- und wieder rausnehmen).

Zwei Wochen nach der OP hatte ich erstmals so wirklich gefühlt, also mir einen Deckel von einer Deo-Flasche genommen und damit meine Brüste berührt. Dabei habe ich auch nicht hingeguckt, denn wenn man hinguckt, gaukelt einem das Gehirn automatisch vor, dass man etwas fühlt, da man sieht, dass man berührt wird. Zu diesem Zeitpunkt war das Gefühl auf den Brüsten fast normal, noch ein bisschen weniger empfindsam als vorher aber nicht irgendwie komisch. Bei meinen Brustwarzen konnte ich zwar die Berührung fühlen, allerdings eher undeutlich, die waren also definitiv unempfindlich.

Nun sechs Wochen nach der OP habe ich das Ganze gestern Abend noch einmal ausprobiert und was soll ich sagen? Es fühlt sich fast wieder normal an. Auf den Brüsten selber ist die Empfindsamkeit so gut wie vor der OP und meine Brustwarzen haben sich so sehr verbessert, das ist echt unglaublich! Auch die sind wieder so empfindsam wie vor der OP!

Eigentlich unvorstellbar, dass der Körper in der Lage ist sich so schnell zu regenerieren, wenn man mal überlegt, wie sehr da in meinen Brüsten rumgewurschtelt wurde und wie sehr die ganzen Nerven geärgert und strapaziert worden sind.

Kurz nach der OP waren meine Brüste steinhart (weil die Haut so gespannt war) aber auch das hat sich schon um ein Vielfaches gebessert! Sie fühlen sich zwar noch nicht an wie normale Brüste aber sind schon wesentlich weicher.

Auf dem Blog von einer anderen Patientin, die sich die Brüste vergrößern hat lassen, hatte ich gelesen, dass sie in der Retrospektive ihre Brüste kurz nach der OP wirklich hässlich fand. Dem kann ich nicht zustimmen. Sie hatte auch eine andere Vergrößerung (größere Implantate und einen Zugang durch die Unterbrustfalte) aber meine Brüste waren nie hässlich. Klar, hatte ich am Anfang Hämatome auf der Brust und unter den Narbenpflastern war getrocknetes Blut aber es war nie so, dass sie unförmig oder komisch aussahen. Kann aber auch sein, dass ich das einfach aufgrund meiner Ausgangssituation (tubuläre Deformität, Asymmetrie) anders wahrgenommen habe als sie, die, soweit ich weiß, eine normale Ausgangssituation hatte. Da hat man dann wahrscheinlich höhere Erwartungen und will, dass direkt danach wieder alles perfekt aussieht. Ich fand meine Brüste auf jeden Fall von dem Moment an perfekt, als ich sie das Erste Mal gesehen habe :)

All diese Dinge sorgen nur dafür, dass ich noch viel glücklicher mit der Wahl meines Arztes bin. Ich hätte niemals erwartet, ein so tolles und makelloses Endergebnis zu haben, insbesondere bei so einem unschönen Ausgangsbefund. Insofern ein riesen Lob an meinen Arzt, über den ich bald noch einen eigenen Post verfassen werde.

Habt ihr sonst noch Fragen? Dann könnt ihr mir gerne über das Kontaktfeld rechts eine Nachricht schreiben. Ich würde mich außerdem sehr freuen, wenn ihr an der Umfrage unterhalb des Kontaktfeldes teilnehmt, damit ich einen Eindruck davon bekomme, warum ihr euch meinen Blog anschaut und dadurch vielleicht noch mehr über die Dinge schreiben kann, die euch interessieren.

Auch das Angebot euch meine Antrags- und Widerspruchsschreiben an die Krankenkasse zwecks eines Kostenübernahmeantrags zu schicken steht natürlich noch :)

UPDATE: 5 Monate nach der OP: Die Empfindsamkeit der Brüste ist ein bisschen lustig, man merkt dass der Heilungsprozess immer noch in vollem Gange ist. Wenn harte Wasserstrahlen oder so auf meine Brustwarzen treffen, ist es wie ein kleiner Pieks und die Empfindlichkeit ist zwar gut aber noch nicht so wie vor der OP, was mich jedoch nicht wirklich stört... Das wird schon noch :-)

Nachtrag - 15.09.2018: 
3,5 Jahre sind jetzt bereits seit meiner OP her - unglaublich, wie die Zeit vergangen ist. Leider ist die Empfindsamkeit meiner Brüste lange nicht wie vor der OP, insbesondere meine Brustwarzen sind zwar nicht taub, aber doch deutlich in der Sensibilität eingeschränkt. Dabei muss man jedoch auch beachten, dass der Zugangsweg bei mir am unteren Brustwarzenhof war und meine tubuläre Brustdeformität korrigiert wurde. Ich würde es trotzdem jederzeit wieder machen und es stört mich im täglichen Leben auch nicht, lediglich beim Sex ist es schade nicht mehr so sensible Brüste zu haben.  

Liebe Grüße

Anna


Sonntag, 31. Mai 2015

Fotoooos

Ihr Lieben,

da ich gefragt wurde, ob 275ml nicht wirklich sehr groß wären, dachte ich mir, ich zeige euch einfach mal Fotos, dann könnt ihr euch selbst ein Bild davon machen. Anbei also die Fotos vom Tag, als ich die Probeimplantate drin hatte und darunter Fotos von heute. Leider nicht das gleiche T-Shirt (war in der Wäsche :P) aber, da man bei der Anprobe auch einen Kompressions-BH anhat, der gleiche BH.
Probeimplantate

Probeimplantate


6 Wochen post OP


6 Wochen post OP

Ohne T-Shirt 6 Wochen post OP

Ohne T-Shirt 6 Wochen post OP
Ihr sehr also, in einem T-Shirt wirken die Brüste direkt ganz anders, deswegen kann ich euch nur empfehlen zur Implantatauswahl verschiedene (eng geschnittene) Oberteile mitzunehmen, die am besten Ärmel haben sollten (ob kurze oder lange Ärmel ist egal). 

Die Fotos mit und ohne T-Shirt hab ich kurz hintereinander gemacht, obwohl es so aussieht als würde da eine Körbchengröße zwischen liegen :P

Liebe Grüße

Anna

6 Wochen nach der OP

Auf der einen Seite kann ich gar nicht glauben, dass die OP schon sechs Wochen her ist und auf der anderen Seite kommt es mir vor, als würden meine Brüste schon ewig zu mir gehören... Echt verrückt!

Schmerzen habe ich gar keine mehr, nur ab und zu noch ein leichtes Ziehen zwischen den Brüsten (über dem Brustbein). Morgen sind die sechs Wochen rum, die ich den Kompressions-BH Tag und Nacht tragen musste, da ich jedoch erst am 09.06 einen Termin bei meinem plastischen Chirurgen habe, werde ich bis dahin weiterhin den Kompressions-BH tragen. Bei dem Termin wird mein Arzt kontrollieren, ob die Implantate bereits weit genug eingewachsen sind, dass ich anfangen kann normale BHs zu tragen, er sagte jedoch bereits beim letzten Termin, dass ich mir diesbezüglich überhaupt keine Sorgen machen müsste.

Letzten Sonntag und diesen Donnerstag hatte ich erstmals für ein paar Stunden abends einen normalen BH an: Manchmal ist es ein komisches Gefühl, ich hab immer wieder Sorge, dass die Bügel irgendwie meinen Brüsten schaden könnten und ziehe den BH dann immer mal wieder etwas nach unten. Den Großteil der Zeit habe ich allerdings vergessen, dass ich einen normalen BH anhabe und mich einfach nur über mein Dekolleté gefreut :P

Jetzt, wo ich sicher sein kann, dass jede Schwellung weg ist, bin ich wirklich verblüfft, wie groß meine Brüste geworden sind. Ich hatte mir immer ein B-Körbchen vorgestellt, hatte jedoch ehrlich gesagt keine Ahnung von den verschiedenen Größen und dachte mir einfach nur, dass alles besser wäre als die Brustform & -größe, die ich vorher hatte. Nun ist es ein C-Körbchen geworden und ich bin total zufrieden. Bei der Implantatauswahl hatte ich meinem plastischen Chirurgen nichts von meiner B-Körbchen Vorstellung gesagt sondern hatte einfach die Implantatgröße ausgewählt, die gut zu meinem Körper passt und siehe da: Jetzt hab ich C :P Ist aber ein kleines bis mittleres C würde ich sagen.

Was mich total freut ist, dass meine Brüste trotz des C-Körbchens nicht irgendwann hängen werden, da die Implantate unter dem Muskel sitzen. Sicherlich werden sie, wenn ich irgendwann Kinder habe und älter werde, nicht mehr so straff sein wie jetzt aber das ist schließlich bei dem ganzen Körper so.

Im Rückblick bin ich unheimlich froh über meine Arztwahl. Werde denke ich auch noch einen separaten Post über ihn verfassen, vielleicht hilft es den Leuten, die aus dem Raum Köln, Dortmund, Düsseldorf kommen :)

Liebe Grüße

Anna


Sonntag, 17. Mai 2015

Der erste Kontrolltermin beim PC

Nach langer Zeit mal wieder...

... ein Blogeintrag von mir. Entschuldigt bitte, dass ich zwei Wochen nichts mehr geschrieben habe aber ich habe momentan Klausurphase und deswegen echt viel zutun.

Am 05.05 war mein erster Kontrolltermin bei dem plastischen Chirurgen. Ich war super aufgeregt, ob er vom bisherigen Heilungsverlauf genau so begeistert sein würde wie ich, wie die Narben aussehen würden, etc. . Er hat gesagt, meine Narben sähen "BOMBASTISCH" aus. Da war ich so froh. Insgesamt hat der Termin nur fünf Minuten gedauert: Er hat die Duschpflaster und die kleinen Tapepflaster abgemacht, hat dann neue Tapepflaster draufgeklebt, die ich nochmal für 5-6 Tage drauflassen sollte, hat die Empfindungen meiner Brust und der Brustwarze getestet und mir am Ende einen Termin für den 09.06 gegeben. Dann sind nämlich die sechs Wochen um, die ich den Kompressions-BH Tag und Nacht tragen muss und bevor ich dann anfange wieder normale BHs zu tragen, möchte er kontrollieren, ob alles so fest eingewachsen ist, wie es sein sollte. Er hat aber auch schon gesagt, dass ich mir diesbezüglich keine Sorgen machen muss, da bei der OP-Methode und meinem bisherigen Heilungsverlauf keine Komplikationen zu erwarten sind.

Zusätzlich hat er gesagt, dass ich - wenn die OP drei Wochen her ist - mit der Narbenpflege anfangen kann. Er merkte zwar an, dass "so bombastisch wie meine Narben jetzt bereits aussähen" ich eigentlich keine Narbenpflege bräuchte, aber um auf Nummer sicher zu gehen, hat er mir Narbenpflaster mitgegeben, die ich für acht Wochen tragen soll (nach vier Wochen werden sie gewechselt).

Das Tollste an meinem Termin bei ihm war allerdings, dass er mir erlaubt hat wieder Sport zu machen. Ich darf Cardiotraining machen, solange ich dabei den Oberkörper ruhig halte (super dafür ist Indoor Cycling) und meine Beine trainieren. Jede Übung, bei welcher ich den Schulterbereich nicht ruhig halte oder wo meine Brustmuskeln angespannt werden, ist momentan noch tabu.

Wann darf ich wieder was?
- Auf der Seite schlafen: Ab 6 Wochen Post-OP
- Joggen: 3 Monate Post-OP
- Baden / Saunieren: 6 Wochen Post-OP

Besonders auf das auf der Seite schlafen freue ich mich sehr, weil mir das echt fehlt.

Jetzt heißt es abwarten auf den 09.06 und ab dann ENDLICH wieder normale BHs tragen. Der Kompressions-BH ist zwar super gemütlich aber durch die breiten Träger mit Klettverschluss echt schwer zu verstecken, besonders wenn es warm ist. Und die Narbenpflaster zeichnen sich auch ab :P

Alles Liebe

Anna

Sonntag, 3. Mai 2015

Tag 12 nach der OP

Am Samstag ging es mir - nachdem ich mich Freitag größtenteils geschont habe - wieder sehr gut. Trotzdem hab ich es langsam angehen lassen, weil ich nicht riskieren wollte, dass ich mich überfordere. Das hat dazu geführt, dass am Samstagabend die Schmerzen erstmalig abends nicht zurückkamen. Sonst war es immer so, dass mein rechter Brustmuskel abends anfing sich zu verspannen aber das ist jetzt auch weg! :-)

Das komische Gefühl, wenn ich den BH mal kurz ausziehe (um ihn zu wechseln oder um mal einen Blick auf meine Brüste zu erhaschen) wird übrigens auch immer weniger!

Ich habe jetzt mal ausprobiert, ob meine Brust taub ist. Hab erst mit einem Finger drüber gestrichen aber dann fand ich das nicht so sinnvoll, weil ich ja in meinem Finger auch Gefühl habe und es dann schwierig fand zwischen Brust- und Fingergefühl zu differenzieren. Darum hab ich von einer Deoflasche den Deckel genommen und hab mir dadurch über die Brust gestrichen und ich muss sagen: Es ist nichts wirklich taub. Das Gefühl ist zwar nicht so wie auf normaler Haut und grade die Brustwarzen sind relativ unempfindlich, was das Fühlen angeht, aber nichts ist wirklich taub. Das hat mich total begeistert, weil man - bei einem Zugang durch die Brustwarzen - eigentlich sagt, dass die bis zu drei Monaten taub sind. Natürlich ist die Haut momentan extrem gespannt, die Nerven wurden alle während der OP gehörig geärgert und sicherlich wird das noch dauern, bis es sich wieder absolut normal anfühlt aber das hat mich echt begeistert.

Ich bin momentan total auf meine eigenen Brüste fixiert :D Ständig gucke ich sie mir an, fühle mit den Händen darüber und freue mich so unfassbar doll, dass das jetzt wirklich meine sind!

Bald sind schon zwei Wochen seit der OP vergangen und ich hätte im Leben nicht gedacht, dass ich so schnell wieder so topfit bin!

Liebe Grüße

Anna

Freitag, 1. Mai 2015

Tag 11 nach der OP

Heute merke ich leider zum ersten Mal seit der OP eine Verschlechterung: Bereits beim Aufstehen zickte meine rechte Brust sehr und ich bereute, dass ich mir gestern offenbar zu viel zugemutet hab. Nach dem Frühstück war es dann eigentlich relativ weg aber als ich dann versucht habe mein Zimmer langsam aufzuräumen, fing es direkt wieder an. Habe mich deswegen heute wieder viel geschont. 

Heute Abend war ich bei Freundinnen und habe davor noch schnell (war in Eile) die Spülmaschine ausgeräumt und wupps: Hatte ich wieder Schmerzen in der rechten Brust. Eigentlich find ich solche Schmerzen sogar hilfreich, weil sie einen daran erinnern, sich nicht zu viel zuzumuten. Wenn ich mich dann schone gehen sie auch immer wieder weg. 

Gegen Abend merke ich häufig, dass die Schmerzen wiederkommen/stärker werden. Da rächen sich dann alle Anstrengungen des Tages. Aus diesem Grund verschwinde ich jetzt auch gleich im Bett und schone meine Brüste :P 

Bin aber nach wie vor der glücklichste Mensch und bereue die OP zu 0%! Langsam realisiere ich, dass das jetzt wirklich meine Brüste sind... Unglaublich! 

Liebe Grüße

Anna