Meine OP:

Datum: 20. April 2015
Implantatgröße: 275ml links/255ml rechts
Platzierung: Unter dem Brustmuskel
Zugang: Brustwarze
Dauer der OP: 2 Stunden (inkl. Korrektur der tubulären Deformität)

Montag, 1. Juni 2015

Empfindsamkeit meiner Brüste

TAUBE BRÜSTE?

 Ihr Lieben,

vor meiner Brustvergrößerung war ich mir sicher, dass nach der OP meine Brüste anfänglich taub wären und ich war sehr überrascht, dass sie das nie waren. Am Anfang war das Gefühl komisch, so als würde man sich selbst durch Kleidung hindurch berühren, also so abgeschwächt aber ich hatte nie eine taube Stelle oder so. Am unempfindlichsten waren die Brustwarzen, was allerdings auch kein Wunder ist, wenn ich überlege, wie sehr die strapaziert worden sind (Korrektur der tubulären Deformität, Implantate reinmachen und auf der einen Seite vorher noch ein Probeimplantat rein- und wieder rausnehmen).

Zwei Wochen nach der OP hatte ich erstmals so wirklich gefühlt, also mir einen Deckel von einer Deo-Flasche genommen und damit meine Brüste berührt. Dabei habe ich auch nicht hingeguckt, denn wenn man hinguckt, gaukelt einem das Gehirn automatisch vor, dass man etwas fühlt, da man sieht, dass man berührt wird. Zu diesem Zeitpunkt war das Gefühl auf den Brüsten fast normal, noch ein bisschen weniger empfindsam als vorher aber nicht irgendwie komisch. Bei meinen Brustwarzen konnte ich zwar die Berührung fühlen, allerdings eher undeutlich, die waren also definitiv unempfindlich.

Nun sechs Wochen nach der OP habe ich das Ganze gestern Abend noch einmal ausprobiert und was soll ich sagen? Es fühlt sich fast wieder normal an. Auf den Brüsten selber ist die Empfindsamkeit so gut wie vor der OP und meine Brustwarzen haben sich so sehr verbessert, das ist echt unglaublich! Auch die sind wieder so empfindsam wie vor der OP!

Eigentlich unvorstellbar, dass der Körper in der Lage ist sich so schnell zu regenerieren, wenn man mal überlegt, wie sehr da in meinen Brüsten rumgewurschtelt wurde und wie sehr die ganzen Nerven geärgert und strapaziert worden sind.

Kurz nach der OP waren meine Brüste steinhart (weil die Haut so gespannt war) aber auch das hat sich schon um ein Vielfaches gebessert! Sie fühlen sich zwar noch nicht an wie normale Brüste aber sind schon wesentlich weicher.

Auf dem Blog von einer anderen Patientin, die sich die Brüste vergrößern hat lassen, hatte ich gelesen, dass sie in der Retrospektive ihre Brüste kurz nach der OP wirklich hässlich fand. Dem kann ich nicht zustimmen. Sie hatte auch eine andere Vergrößerung (größere Implantate und einen Zugang durch die Unterbrustfalte) aber meine Brüste waren nie hässlich. Klar, hatte ich am Anfang Hämatome auf der Brust und unter den Narbenpflastern war getrocknetes Blut aber es war nie so, dass sie unförmig oder komisch aussahen. Kann aber auch sein, dass ich das einfach aufgrund meiner Ausgangssituation (tubuläre Deformität, Asymmetrie) anders wahrgenommen habe als sie, die, soweit ich weiß, eine normale Ausgangssituation hatte. Da hat man dann wahrscheinlich höhere Erwartungen und will, dass direkt danach wieder alles perfekt aussieht. Ich fand meine Brüste auf jeden Fall von dem Moment an perfekt, als ich sie das Erste Mal gesehen habe :)

All diese Dinge sorgen nur dafür, dass ich noch viel glücklicher mit der Wahl meines Arztes bin. Ich hätte niemals erwartet, ein so tolles und makelloses Endergebnis zu haben, insbesondere bei so einem unschönen Ausgangsbefund. Insofern ein riesen Lob an meinen Arzt, über den ich bald noch einen eigenen Post verfassen werde.

Habt ihr sonst noch Fragen? Dann könnt ihr mir gerne über das Kontaktfeld rechts eine Nachricht schreiben. Ich würde mich außerdem sehr freuen, wenn ihr an der Umfrage unterhalb des Kontaktfeldes teilnehmt, damit ich einen Eindruck davon bekomme, warum ihr euch meinen Blog anschaut und dadurch vielleicht noch mehr über die Dinge schreiben kann, die euch interessieren.

Auch das Angebot euch meine Antrags- und Widerspruchsschreiben an die Krankenkasse zwecks eines Kostenübernahmeantrags zu schicken steht natürlich noch :)

UPDATE: 5 Monate nach der OP: Die Empfindsamkeit der Brüste ist ein bisschen lustig, man merkt dass der Heilungsprozess immer noch in vollem Gange ist. Wenn harte Wasserstrahlen oder so auf meine Brustwarzen treffen, ist es wie ein kleiner Pieks und die Empfindlichkeit ist zwar gut aber noch nicht so wie vor der OP, was mich jedoch nicht wirklich stört... Das wird schon noch :-)

Nachtrag - 15.09.2018: 
3,5 Jahre sind jetzt bereits seit meiner OP her - unglaublich, wie die Zeit vergangen ist. Leider ist die Empfindsamkeit meiner Brüste lange nicht wie vor der OP, insbesondere meine Brustwarzen sind zwar nicht taub, aber doch deutlich in der Sensibilität eingeschränkt. Dabei muss man jedoch auch beachten, dass der Zugangsweg bei mir am unteren Brustwarzenhof war und meine tubuläre Brustdeformität korrigiert wurde. Ich würde es trotzdem jederzeit wieder machen und es stört mich im täglichen Leben auch nicht, lediglich beim Sex ist es schade nicht mehr so sensible Brüste zu haben.  

Liebe Grüße

Anna


Sonntag, 31. Mai 2015

Fotoooos

Ihr Lieben,

da ich gefragt wurde, ob 275ml nicht wirklich sehr groß wären, dachte ich mir, ich zeige euch einfach mal Fotos, dann könnt ihr euch selbst ein Bild davon machen. Anbei also die Fotos vom Tag, als ich die Probeimplantate drin hatte und darunter Fotos von heute. Leider nicht das gleiche T-Shirt (war in der Wäsche :P) aber, da man bei der Anprobe auch einen Kompressions-BH anhat, der gleiche BH.
Probeimplantate

Probeimplantate


6 Wochen post OP


6 Wochen post OP

Ohne T-Shirt 6 Wochen post OP

Ohne T-Shirt 6 Wochen post OP
Ihr sehr also, in einem T-Shirt wirken die Brüste direkt ganz anders, deswegen kann ich euch nur empfehlen zur Implantatauswahl verschiedene (eng geschnittene) Oberteile mitzunehmen, die am besten Ärmel haben sollten (ob kurze oder lange Ärmel ist egal). 

Die Fotos mit und ohne T-Shirt hab ich kurz hintereinander gemacht, obwohl es so aussieht als würde da eine Körbchengröße zwischen liegen :P

Liebe Grüße

Anna

6 Wochen nach der OP

Auf der einen Seite kann ich gar nicht glauben, dass die OP schon sechs Wochen her ist und auf der anderen Seite kommt es mir vor, als würden meine Brüste schon ewig zu mir gehören... Echt verrückt!

Schmerzen habe ich gar keine mehr, nur ab und zu noch ein leichtes Ziehen zwischen den Brüsten (über dem Brustbein). Morgen sind die sechs Wochen rum, die ich den Kompressions-BH Tag und Nacht tragen musste, da ich jedoch erst am 09.06 einen Termin bei meinem plastischen Chirurgen habe, werde ich bis dahin weiterhin den Kompressions-BH tragen. Bei dem Termin wird mein Arzt kontrollieren, ob die Implantate bereits weit genug eingewachsen sind, dass ich anfangen kann normale BHs zu tragen, er sagte jedoch bereits beim letzten Termin, dass ich mir diesbezüglich überhaupt keine Sorgen machen müsste.

Letzten Sonntag und diesen Donnerstag hatte ich erstmals für ein paar Stunden abends einen normalen BH an: Manchmal ist es ein komisches Gefühl, ich hab immer wieder Sorge, dass die Bügel irgendwie meinen Brüsten schaden könnten und ziehe den BH dann immer mal wieder etwas nach unten. Den Großteil der Zeit habe ich allerdings vergessen, dass ich einen normalen BH anhabe und mich einfach nur über mein Dekolleté gefreut :P

Jetzt, wo ich sicher sein kann, dass jede Schwellung weg ist, bin ich wirklich verblüfft, wie groß meine Brüste geworden sind. Ich hatte mir immer ein B-Körbchen vorgestellt, hatte jedoch ehrlich gesagt keine Ahnung von den verschiedenen Größen und dachte mir einfach nur, dass alles besser wäre als die Brustform & -größe, die ich vorher hatte. Nun ist es ein C-Körbchen geworden und ich bin total zufrieden. Bei der Implantatauswahl hatte ich meinem plastischen Chirurgen nichts von meiner B-Körbchen Vorstellung gesagt sondern hatte einfach die Implantatgröße ausgewählt, die gut zu meinem Körper passt und siehe da: Jetzt hab ich C :P Ist aber ein kleines bis mittleres C würde ich sagen.

Was mich total freut ist, dass meine Brüste trotz des C-Körbchens nicht irgendwann hängen werden, da die Implantate unter dem Muskel sitzen. Sicherlich werden sie, wenn ich irgendwann Kinder habe und älter werde, nicht mehr so straff sein wie jetzt aber das ist schließlich bei dem ganzen Körper so.

Im Rückblick bin ich unheimlich froh über meine Arztwahl. Werde denke ich auch noch einen separaten Post über ihn verfassen, vielleicht hilft es den Leuten, die aus dem Raum Köln, Dortmund, Düsseldorf kommen :)

Liebe Grüße

Anna


Sonntag, 17. Mai 2015

Der erste Kontrolltermin beim PC

Nach langer Zeit mal wieder...

... ein Blogeintrag von mir. Entschuldigt bitte, dass ich zwei Wochen nichts mehr geschrieben habe aber ich habe momentan Klausurphase und deswegen echt viel zutun.

Am 05.05 war mein erster Kontrolltermin bei dem plastischen Chirurgen. Ich war super aufgeregt, ob er vom bisherigen Heilungsverlauf genau so begeistert sein würde wie ich, wie die Narben aussehen würden, etc. . Er hat gesagt, meine Narben sähen "BOMBASTISCH" aus. Da war ich so froh. Insgesamt hat der Termin nur fünf Minuten gedauert: Er hat die Duschpflaster und die kleinen Tapepflaster abgemacht, hat dann neue Tapepflaster draufgeklebt, die ich nochmal für 5-6 Tage drauflassen sollte, hat die Empfindungen meiner Brust und der Brustwarze getestet und mir am Ende einen Termin für den 09.06 gegeben. Dann sind nämlich die sechs Wochen um, die ich den Kompressions-BH Tag und Nacht tragen muss und bevor ich dann anfange wieder normale BHs zu tragen, möchte er kontrollieren, ob alles so fest eingewachsen ist, wie es sein sollte. Er hat aber auch schon gesagt, dass ich mir diesbezüglich keine Sorgen machen muss, da bei der OP-Methode und meinem bisherigen Heilungsverlauf keine Komplikationen zu erwarten sind.

Zusätzlich hat er gesagt, dass ich - wenn die OP drei Wochen her ist - mit der Narbenpflege anfangen kann. Er merkte zwar an, dass "so bombastisch wie meine Narben jetzt bereits aussähen" ich eigentlich keine Narbenpflege bräuchte, aber um auf Nummer sicher zu gehen, hat er mir Narbenpflaster mitgegeben, die ich für acht Wochen tragen soll (nach vier Wochen werden sie gewechselt).

Das Tollste an meinem Termin bei ihm war allerdings, dass er mir erlaubt hat wieder Sport zu machen. Ich darf Cardiotraining machen, solange ich dabei den Oberkörper ruhig halte (super dafür ist Indoor Cycling) und meine Beine trainieren. Jede Übung, bei welcher ich den Schulterbereich nicht ruhig halte oder wo meine Brustmuskeln angespannt werden, ist momentan noch tabu.

Wann darf ich wieder was?
- Auf der Seite schlafen: Ab 6 Wochen Post-OP
- Joggen: 3 Monate Post-OP
- Baden / Saunieren: 6 Wochen Post-OP

Besonders auf das auf der Seite schlafen freue ich mich sehr, weil mir das echt fehlt.

Jetzt heißt es abwarten auf den 09.06 und ab dann ENDLICH wieder normale BHs tragen. Der Kompressions-BH ist zwar super gemütlich aber durch die breiten Träger mit Klettverschluss echt schwer zu verstecken, besonders wenn es warm ist. Und die Narbenpflaster zeichnen sich auch ab :P

Alles Liebe

Anna

Sonntag, 3. Mai 2015

Tag 12 nach der OP

Am Samstag ging es mir - nachdem ich mich Freitag größtenteils geschont habe - wieder sehr gut. Trotzdem hab ich es langsam angehen lassen, weil ich nicht riskieren wollte, dass ich mich überfordere. Das hat dazu geführt, dass am Samstagabend die Schmerzen erstmalig abends nicht zurückkamen. Sonst war es immer so, dass mein rechter Brustmuskel abends anfing sich zu verspannen aber das ist jetzt auch weg! :-)

Das komische Gefühl, wenn ich den BH mal kurz ausziehe (um ihn zu wechseln oder um mal einen Blick auf meine Brüste zu erhaschen) wird übrigens auch immer weniger!

Ich habe jetzt mal ausprobiert, ob meine Brust taub ist. Hab erst mit einem Finger drüber gestrichen aber dann fand ich das nicht so sinnvoll, weil ich ja in meinem Finger auch Gefühl habe und es dann schwierig fand zwischen Brust- und Fingergefühl zu differenzieren. Darum hab ich von einer Deoflasche den Deckel genommen und hab mir dadurch über die Brust gestrichen und ich muss sagen: Es ist nichts wirklich taub. Das Gefühl ist zwar nicht so wie auf normaler Haut und grade die Brustwarzen sind relativ unempfindlich, was das Fühlen angeht, aber nichts ist wirklich taub. Das hat mich total begeistert, weil man - bei einem Zugang durch die Brustwarzen - eigentlich sagt, dass die bis zu drei Monaten taub sind. Natürlich ist die Haut momentan extrem gespannt, die Nerven wurden alle während der OP gehörig geärgert und sicherlich wird das noch dauern, bis es sich wieder absolut normal anfühlt aber das hat mich echt begeistert.

Ich bin momentan total auf meine eigenen Brüste fixiert :D Ständig gucke ich sie mir an, fühle mit den Händen darüber und freue mich so unfassbar doll, dass das jetzt wirklich meine sind!

Bald sind schon zwei Wochen seit der OP vergangen und ich hätte im Leben nicht gedacht, dass ich so schnell wieder so topfit bin!

Liebe Grüße

Anna

Freitag, 1. Mai 2015

Tag 11 nach der OP

Heute merke ich leider zum ersten Mal seit der OP eine Verschlechterung: Bereits beim Aufstehen zickte meine rechte Brust sehr und ich bereute, dass ich mir gestern offenbar zu viel zugemutet hab. Nach dem Frühstück war es dann eigentlich relativ weg aber als ich dann versucht habe mein Zimmer langsam aufzuräumen, fing es direkt wieder an. Habe mich deswegen heute wieder viel geschont. 

Heute Abend war ich bei Freundinnen und habe davor noch schnell (war in Eile) die Spülmaschine ausgeräumt und wupps: Hatte ich wieder Schmerzen in der rechten Brust. Eigentlich find ich solche Schmerzen sogar hilfreich, weil sie einen daran erinnern, sich nicht zu viel zuzumuten. Wenn ich mich dann schone gehen sie auch immer wieder weg. 

Gegen Abend merke ich häufig, dass die Schmerzen wiederkommen/stärker werden. Da rächen sich dann alle Anstrengungen des Tages. Aus diesem Grund verschwinde ich jetzt auch gleich im Bett und schone meine Brüste :P 

Bin aber nach wie vor der glücklichste Mensch und bereue die OP zu 0%! Langsam realisiere ich, dass das jetzt wirklich meine Brüste sind... Unglaublich! 

Liebe Grüße

Anna

Donnerstag, 30. April 2015

Tag 10 nach der OP

Heute war ich erstmals nach der OP wieder in der Uni und war inklusive Hin- & Rückfahrt neun Stunden unterwegs. Überrascht hat mich, wie gut ich das Alles verpackt habe. Zwischendurch hat meine rechte Brust zwar immer mal wieder ohne ersichtlichen Grund rumgezickt (so ein stechender Schmerz, gar nicht schön!) aber ich hätte gedacht, dass ich es eventuell nicht so gut vertrage. 

Morgens hab ich vor der Uni noch Wäsche gemacht und das gefiel meinen Brüsten leider gar nicht: Erst einen schweren Wäschekorb durch die Gegend schleppen und dann die Sachen aufhängen führte dazu, dass ich leider ziemliche Schmerzen hatte. 

Deswegen werde ich mich weiterhin schonen und dem anstrengenden Donnerstag jetzt drei entspannte Tage folgen lassen, damit die Implantate auch so richtig in Ruhe einwachsen können und keine Komplikationen auftreten. Mir geht es zwischendurch so gut, dass ich glatt vergesse, wie wichtig besonders die ersten beiden Wochen für einen reibungslosen Heilungsverlauf sind. Darum werde ich jetzt in den nächsten drei Tagen wieder vermehrt auf Folgendes achten:
- Schulterbereich ruhig halten
- Arme nicht über die Schulterhöhe heben
- Keine schweren Sachen heben
- Genug Ruhepausen machen

Alles Liebe

Anna


Tag 9 nach der OP

Eigentlich gibt es gar nicht so viel zu erzählen: Mir geht es nach wie vor mit jedem Tag besser und ich kann immer mehr machen. Heute ist der erste Tag, wo ich anfange zu realisieren, dass das jetzt wirklich meine Brüste sind, auch wenn ich es eigentlich immer noch nicht glauben kann! 

Donnerstag geht's wieder in die Uni, bin gespannt, wie mir das bekommt 9 Stunden unterwegs zu sein. 

Mich würde es mal total interessieren, warum ihr euch meinen Blog anguckt. Vielleicht habt ihr ja Lust mir zu schreiben & mal zu erzählen, was euch so an meinem Blog interessiert, worüber ihr mehr lesen wollt oder ob ihr auch schon eine BV hinter euch habt oder plant.

Liebe Grüße

Anna

Dienstag, 28. April 2015

Tag 8 nach der OP

Ich bin so begeistert, wie schnell der Heilungsprozess bei mir verläuft! Jeden Tag merke ich, dass es mir besser geht als am Tag davor und die Schmerzen haben sich unfassbar schnell auf ein Minimum reduziert!

Heute kann ich wieder fast gerade laufen/sitzen, also die Schonhaltung der letzten Woche ist fast weg. Leider habe ich immernoch ziemliche Rückenschmerzen und eine echt fiese Nackenverspannung aber das wird hoffentlich bald besser, wo ich mich jetzt schon wieder sehr aufrecht bewege. Gestern Abend hat mir meine Mama noch meinen Rücken und meinen Nacken getapet, damit die Schmerzen ein bisschen besser werden und es hilft, auch wenn ich nach wie vor total verspannt bin.

Das schmerzhafte Zusammenziehen/Verkrampfen der rechten Brust ist komplett weg. Samstag und Sonntag hab ich das bei fast jeder Bewegung gemerkt und das war echt nicht schön. Jetzt merke ich zwar noch so ein leichtes Ziehen in der rechten Brust, was bei manchen Bewegungen in einen leichten Schmerz ausartet aber das ist eigentlich gut, weil mich der Schmerz dann von schädlichen Bewegungen abhält.

Laufen kann ich wieder in völlig normalem Tempo und dadurch, dass die Schonhaltung fast weg ist kann ich auch endlich wieder am Schreibtisch sitzen und was für die Uni machen. Faulenzen war zwar schön aber die Klausurvorbereitung erledigt sich leider nicht von alleine. Und nach einer Woche nur Rumliegen ist es auch ganz schön mal wieder etwas zutun zu haben.

Ich schlafe nach wie vor relativ gut, wache einmal jede Nacht auf aber bin trotzdem tagsüber total schnell müde. Mittags habe ich bisher jeden Tag nochmal 1-1,5 Stunden geschlafen, heute geht das leider nicht, weil gleich eine Freundin kommt. Bin jetzt seeeehr müde :P Naja, da merkt man, dass das Alles für den Körper schon ganz schön viel Arbeit ist.

Wenn ich jetzt momentan ein Fazit ziehen würde, dann würde ich es auf jeden Fall jederzeit wieder machen und bereue die Entscheidung, mir die Brüste vergrößert zu haben auf keinen Fall! Es ist so ein unfassbar tolles Gefühl endlich zufrieden mit meinem Körper zu sein.

Meine einzige Angst nach wie vor ist, dass ich eine Kapselfibrose bekomme. Es gibt Studien, die besagen, dass Kapselfibrosen vorallem am Anfang auftreten, andere sagen, dass die Wahrscheinlichkeit mit der Zeit steigt. Die prozentuale Wahrscheinlichkeit reicht von 5%-15/20%. Allerdings gibt es die neuartigen Implantate mit texturierter Oberfläche (welche das Einwachsen ermöglicht und dadurch die Kapselfibroserate senken soll) noch nicht lange, darum gibt es leider keine verlässlichen Aussagen, wie wahrscheinlich eine Kapselfibrose mit diesen Implantaten ist. Ich bleibe aber einfach mal optimistisch und hoffe, dass ich keine bekomme.

Ich würde mich total freuen, wenn ihr an der Umfrage rechts auf meiner Seite teilnehmt, damit ich mal einen Eindruck davon bekomme, warum ihr euch meinen Blog anguckt. Wenn ihr Fragen oder Anregungen habt, könnt ihr mir auch gerne schreiben!

Und für diejenige, die mir schon geschrieben haben: Ich hab grade erst eure E-Mails gefunden, weil ich bei Blogger noch eine andere E-Mail Adresse hinterlegt habe und die dahin weitergeleitet wurden. Ich werde euch jetzt direkt antworten :)

Liebe Grüße

Anna

Tag 7 nach der OP

Irgendwie schaffe ich es momentan erst immer einen Tag verspätet vom Heilungsverlauf zu berichten. Abends bin ich immer so todmüde, dass ich es dann auf den nächsten Tag verschiebe :P Darum heute mein Bericht über Montag, den siebten Tag nach der OP.

Was ich super finde ist, dass ich weiterhin jeden Tag merke, wie es echt bergauf geht. Die Schmerzen werden immer weniger, ich kann mich immer weiter und besser bewegen und kehre Stück für Stück zur Normalität zurück. Wenn ich überlege, wie langsam ich am Dienstag und Mittwoch durch die Gegend geschlichen bin und das mit meinem Tempo beim Spazierengehen jetzt vergleiche ist das ein Unterschied wie Tag und Nacht. Gehe jetzt wieder in völlig normalem Tempo, nur manchmal muss ich meine Familie oder Freunde bitten ein bisschen langsamer zu gehen, insbesondere am Anfang, da bin ich manchmal noch ein bisschen unsicher, ob ich mich nicht überfordere.

Das ist auch weiterhin meine größte Sorge im täglichen Leben: Dass ich dadurch, dass ich kaum noch Schmerzen habe, mich überfordere und dadurch das Einwachsen der Implantate erschwere. Insbesondere die ersten beiden Wochen post OP sind wohl ziemlich wichtig dafür, sodass ich mich auf jeden Fall bis zu meinem ersten Kontrolltermin in einer Woche weiterhin gut schonen werde.

Nun zu einem anderen Thema, was mich echt seit einer Woche fasziniert: Ich habe seit der OP so einen unfassbaren Durst! Normalerweise trinke ich jeden Tag so 3-3,5 Liter aber seit der OP hab ich jeden Tag mindestens 4-4,5 Liter getrunken und habe trotzdem immer Durst. Meine Mutter sagt, dass das ein gutes Zeichen ist, weil der Körper dann von sich aus die ganzen Narkose- und Schmerzmittel ausspült aber es ist schon echt verrückt die ganze Zeit Durst zu haben, egal wieviel man trinkt. Wobei auch das wird mittlerweile weniger und normalisiert sich :)

Ansonsten gibt es nicht so viel zu berichten: Meine Brüste sind nach wie vor steinhart und sind noch geschwollen. Die blauen Flecken unterhalb der Brustwarzen sind fast weg und ich freue mich, wenn der plastische Chirurg nächste Woche die Pflaster wechselt, weil dann die Narben auch besser aussehen werden. Momentan ist noch getrocknetes Blut unter den Pflastern, weswegen das immer noch ein bisschen grausam aussieht.

Was mir heute aufgefallen ist, ist dass sogar die Haut über dem Brustbein, also zwischen den Brüsten gespannt ist und quasie ein bisschen über dem Brustbein absteht. Normalerweise liegt die ja auf dem Brustbein auf aber dadurch, dass die Haut über den Brüsten so gespannt ist, ist die über dem Brustbein halt auch gespannt :P 

Bin echt gespannt, wie lange das dauern wird bis alles eingewachsen ist, bis die Brüste nicht mehr steinhart sind und bis ich nicht mehr so ein komisches Gefühl habe, wenn ich keinen BH trage.

Liebe Grüße

Anna

Montag, 27. April 2015

Tag 6 nach der OP

Gestern bin ich leider nicht mehr dazu gekommen etwas zu posten und das hatte einen tollen Grund: Ich war gestern im Kino. Morgens war ich mir noch unsicher, weil ich vor dem Frühstück das Gefühl hatte, dass sich seit Samstag nichts verbessert hat, aber nach dem Frühstück wurden die Schmerzen rechts weniger und so haben wir uns entschieden in's Kino zu gehen. Die Fahrt hin und zurück war nicht so toll, jedes Schlagloch tut echt weh aber im Kino hatte ich gar keine Schmerzen mehr. Hilfe brauchte ich nur beim Jacke an- & ausziehen aber da das eine enge Lederjacke war, war mir eigentlich von vornerein klar, dass ich das nicht alleine schaffe. Hatte gestern zum ersten Mal wieder eine Jeans an und hab es sogar geschafft den Knopf alleine zu zu bekommen, obwohl ich mir vorher sicher war, dass das zu weh tun würde. Ging aber fast problemlos ;)

Wie meine Mama gestern bemerkte: Ich entwickle immer neue Strategien, um Kleidung an- oder auszuziehen. Vor der OP dachte ich, dass ich bestimmt nur in XXL Männer T-Shirts kommen würde und hatte mir deswegen vorsorglich zwei geholt aber schon am Tag nach der OP hab ich wieder ein Top getragen. Anziehen geht folgendermaßen: Mit den Füßen voran in das Top steigen - man darf schließlich die Arme nicht heben - dann das Top bis auf Bauchhöhe hochziehen. Anschließend hilft mir jemand die Arme nacheinander unter den Trägern durchzuschieben. Dann noch ein bisschen gerade ziehen und das Top sitzt ;) Normale Jacken kann ich auch schon wieder alleine anziehen, nur geschlossene Oberteile mit langen Ärmeln stellen mich noch vor ein unlösbares Hindernis.

Am Ende der OP hatte mein behandelnder Chirurg auf jeder Brust ein Tape angebracht, einmal unter und einmal über der Brust, da er sagte, dass das eine Implantat eher nach unten gedrückt werden müsste, während man das andere ein wenig nach oben drücken sollte. Diese Tapes sollte ich bis Sonntag dranlassen, darum hab ich mich gestern daran gemacht die Tapes abzuziehen. Vorher dachte ich, dass das vermutlich richtig weh tun würde aber es ging wirklich gut: Ich hab in der Mitte angefangen und dann erst das rechte und dann das linke Tape abgemacht. Nun hab ich zwar noch Klebereste auf der Brust aber die werde ich nachher beim Duschen abmachen.

Als ich am Samstag duschen war habe ich mal meine Brüste angefasst und ich muss sagen: Sie sind steinhart :D Aber eigentlich kein Wunder, so sehr wie das alles (Muskeln, Haut, etc.) gedehnt werden muss.

Ich freue mich auf jeden Fall, dass es jeden Tag merklich besser wird.

Nächsten Dienstag (05.05) habe ich den Kontrolltermin bei meinem plastischen Chirurgen - ich bin gespannt, ob er dann genau so zufrieden ist mit dem Ergebnis wie kurz nach der OP.

Das komische Gefühl, was ich anfangs hatte, wenn ich den BH auszog ist übrigens weniger geworden aber immer noch nicht weg. So als würden die ungeschützt in der Luft rumbaumeln aber es ist schon viel besser geworden. Kann mir trotzdem noch nicht vorstellen, dass ich irgendwann mal entspannt ohne BH wieder zuhause rumlaufe aber mal schauen, das wird bestimmt noch :) 

Liebe Grüße

Anna

Samstag, 25. April 2015

Tag 5 nach der OP

Heute ist der erste Tag, an dem ich keine Schmerzmittel mehr nehme! Hab heute morgen beschlossen, dass ich es einfach versuche und siehe da: Es klappt! 

Ich hab zwar noch Schmerzen, besonders meine rechte Brust zickt weiterhin ziemlich aber das ist alles erträglich. Was mich viel mehr quält sind meine Rückenschmerzen durch die Schonhaltung.

Vorhin war ich das erste Mal seit der OP wieder duschen! Jetzt fühle ich mich wieder viel wohler in meiner Haut. Die Katzenwäsche der letzten Tage war echt nicht schön :P 

Mein neuer BH ist heute angekommen, sodass ich heute nach'm Duschen den Kompressions-BH endlich waschen konnte.


Ich kann den BH definitiv nur weiterempfehlen, weil sich die Länge der Träger und somit der Druck auf die Brüste auch noch individuell regeln lässt. Meine Brüste fühlen sich genauso gut eingepackt wie in dem Kompressions-BH. 

Ansonsten geht es mir weiterhin mit jedem Tag besser und ich bin optimistisch, dass ich bald wieder topfit bin! 

Alles Liebe

Anna


Freitag, 24. April 2015

Tag 4 nach der OP

Heute macht mir meine rechte Brust leider ziemlich zu schaffen :( Sie zieht sich den ganzen Tag immer wieder schmerzhaft zusammen, wie ein Muskelkrampf und löst sich dann nur sehr langsam wieder. Wenn ich liege ist Ruhe aber besonders wenn ich mich aufrichte oder ansonsten nach längerer Ruhezeit mich bewege tut die rechte Brust weh. 

Der linken Brust geht es dafür super: Die tut gar nicht weh, sie juckt nur ab und zu aber das ist ja ein gutes Heilungsanzeichen. Meine einzige Sorge ist, dass ich meine linke Brust durch manche Bewegungen überfordere, weil es der schon wieder so gut geht. 

Was ich schräg finde ist die Tatsache, dass die Rechte so viel mehr weh tut als die Linke, obwohl links das größere Implantat (275ml links/255ml rechts) drin ist. Aber gut, rechts war erst ein Probeimplantat drin und außerdem ist der rechte Brustmuskel stärker und muss dadurch mehr gedehnt werden, weil ich Rechtshänder bin.

Mein Sport-BH ist heute leider noch nicht angekommen, ich hoffe, dass er morgen ankommt, damit ich den Kompressions-BH endlich waschen kann! 

Ansonsten ist mir sehr langweilig :P ich gucke Gossip Girl, shoppe bei Zalando und gehe 3-4 Mal am Tag ein kleines Stückchen spazieren. Aber ich will mich nicht beschweren: Heute war traumhaftes Wetter und ich saß 1,5 Stunden draußen in der Sonne. 

Hab vorhin mal wieder den BH aufgemacht und kann gar nicht glauben, dass das jetzt wirklich meine Brüste sind. Das Ganze kommt mir immernoch so surreal vor, als ob man einen Push-up BH anhätte, den man gleich wieder ausziehen müsste. Wobei kein Push-up der Welt so einen Unterschied hätte schaffen können! :) 

So, jetzt geh ich mich selbst mit einer Heparinspritze pieken, um einer Thrombose vorzubeugen, weil ich mich momentan kaum bewege. Aber ich geh davon aus, dass ich Anfang nächster Woche wieder einigermaßen fit bin! 

Wenn ihr Fragen, Anregungen oder sonst irgendetwas habt, was ihr mir mitteilen wollt, würde ich mich sehr freuen, wenn ihr das über das Kontaktfeld rechts macht oder einen Kommentar hinterlasst. 

Euch einen schönen Abend :) 

Anna 

Donnerstag, 23. April 2015

Tag 3 nach der OP

Heute hab ich vorallem eins getan: Geschlafen. Hatte für die letzten beiden Nächte noch Schlafmittel aus der Klinik bekommen und wollte es letzte Nacht erstmal ohne das Mittel versuchen. Um 01:00 Uhr hab ich dann kapituliert und es doch genommen, weil ich nicht schlafen konnte. Da ich erst so spät eine Schlaftablette genommen hab, war ich heute den ganzen Vormittag über sehr müde. 

Das Highlight meines Tages war eine "Katzenwäsche" (mit Waschlappen und ganz vorsichtig) und Haarewaschen über der Badewanne. Jetzt fühle ich mich direkt wieder viel besser :) 

Die rechte Brust verkrampft zwischendurch leider immer wieder ziemlich aber wenn ich liege oder auf dem Sofa sitze vergesse ich zwischenzeitlich, dass ich frisch operierte Brüste hab. 

Gucke mir momentan abends immer einmal das Ergebnis an und kann es kaum glauben, dass das jetzt wirklich meine Brüste sind. 

Allerdings ist es ein sehr unangenehmes Gefühl, wenn der BH offen ist und die Brüste quasie "frei in der Luft baumeln". Aber das vergeht bestimmt bald :) 

Habt ihr sonst noch Fragen, wie es mir geht oder wie sich das alles anfühlt? Dann schreibt mir einfach (über das Kontaktfeld rechts)! 

Liebe Grüße

Anna

Mittwoch, 22. April 2015

Tag 2 nach der OP

Heute morgen bin ich anfänglich in einer relativ geraden Haltung gelaufen, also ohne einen großen Buckel (Schonhaltung) zu machen. Nach einiger Zeit habe ich dann aber wieder angefangen die Schultern nach vorne zu ziehen, um dadurch meine Brustmuskeln zu entlasten. Leider krieg ich durch diese Schonhaltung ziemlich Nackenverspannungen und dadurch Kopfweh. Aber wenn ich mich dann einige Zeit hinlege und dadurch meine Muskeln entspanne wird's wieder besser :) 

Heute Mittag bin ich 10 Minuten lang spazieren gegangen (spazieren geschlichen trifft's eigentlich besser :P) und war danach so k.o., dass ich erstmal 1,5 Stunden geschlafen hab. Da merkt man erstmal, wie anstrengend das alles für den Körper ist.

Hab heute Abend 1 Stunde im Internet mach dem perfekten Sport-BH gesucht, damit ich den Kompressions-BH dann auch mal waschen kann. Mein plastischer Chirurg hat gesagt, dass ein fest sitzender Sport-BH auch geht. Werde den dann nur tragen, während der andere wäscht und trocknet, weil ich ein größeres Vertrauen in den Kompressions-BH hab. 
Den richtigen Sport-BH zu finden war echt kompliziert, weil ich einen mit sehr starkem Halt brauche, den man vorne oder hinten öffnen kann. Stelle mir das nämlich nicht so angenehm vor einen Sport-BH, den man nicht öffnen kann, über meine Brüste zu quetschen :P 



Den hab ich mir jetzt bestellt: Bin gespannt, wie/ob der passt, hab Größe 75B genommen.

Ansonsten gibt's nicht so viel zu berichten: Habe heute drei Ibuprofen 400 genommen, die Schmerzen halten sich in Grenzen. Wenn ich liege vergesse ich manchmal, dass ich eigentlich Schmerzen habe, aber wenn ich mich bewege verkrampfen sich meine Brustmuskeln. 

Die rechte Brust tut mehr weh als die Linke, obwohl die tubuläre Deformität dort weniger ausgeprägt war und dort ein kleineres Implantat drin ist. Allerdings wurde dort erst ein Probeimplantat eingesetzt, um zu sehen mit welcher Größe man die Asymmetrie ausgleichen kann. Vielleicht liegt's daran :P 

Bin gespannt, wie es mir morgen geht! 

Liebe Grüße

Anna



Tag 1 nach der OP

Morgens kam gegen 08:30 Uhr mein behandelnder Chirurg mit einer Schwester rein. Zusammen haben sie dann den Verband runtergeschnitten, die Drainagen gezogen (tat nicht weh, machte nur ein lustiges Geräusch) und mir anschließend den Kompressions-BH angezogen.

Konnte zwar nur einen kurzen Blick auf das Ergebnis erhaschen aber bin sehr begeistert! 

Danach brachte mir eine Schwester Frühstück und stellte total verblüfft fest, dass sie noch keine Patientin hatte, der es am Tag nach der OP so gut ging wie mir. Ich bin also glaube ich kein schmerztechnischer Durchschnitt :P 

Nach'm Frühstück bin ich nochmal eingedöst und danach wurde ich abgeholt. Jeder Hubbel und jedes Schlagloch waren echt unangenehm, deswegen war ich echt froh als die 45-minütige Fahrt vorbei war.

Zuhause hab ich dann viel gelesen und ferngesehen. Mittlerweile hab ich vom ganzem Rumliegen Rückenschmerzen, auch wenn die viel weniger sind als die am Montag (die durch den Verband kamen).

Abends habe ich dann mal kurz einen Blick riskiert aber das war ein so unangenehmes Gefühl den BH nicht anzuhaben, dass ich meine Brüste ganz schnell wieder eingepackt hab. 

Sich auf einer Matratze oder auf dem Sofa zu bewegen ist etwas kompliziert, weil man sich nicht mit den Armen abstützen darf. Darum robbe ich dann auf meinem Popo hin und her.

Wenn ich laufe/stehe mache ich einen ziemlichen Buckel, was jedoch laut meines Chirurgen normal und gut ist, um die Brustmuskulatur zu entspannen. 

In der ersten Nacht nach der OP hab ich von ca. 22:15-05:00 Uhr durchgeschlafen, danach hab ich nur noch gedöst.

Alles in allem finde ich die Schmerzen sehr erträglich, nur das auf der Seite schlafen fehlt mir sehr :P 

Liebe Grüße

Anna

Montag, 20. April 2015

Der OP-Tag

Ich hab's geschafft :) ! Jetzt hab ich die OP hinter mir und die Schmerzen werden ab jetzt nur noch weniger.

Aber nun von Anfang an: 
Wir sind gestern morgen um 07:15 in der Klinik angekommen, nachdem wir 15 Minuten im Wartezimmer saßen hat mich eine Schwester auf mein -total einladendes und gemütliches- Zimmer gebracht, wo ich mir ein OP-Hemdchen, Schlappen, eine einweg-Unterhose und ein Haarnetz aufziehen sollte. 

Danach kam die Anästhesistin, besprach meine Anamnese (krankheitstechnische Vorgeschichte) mit mir, erklärte mir kurz den Verlauf der Narkose und sagte, sie würde gleich wiederkommen, um mich abzuholen. Anschließend kam mein behandelnder Chirurg und zeichnete alles an. Erinnerte mich stark an den Geometrieunterricht in der Schule früher :D 

Als er damit fertig war holte mich die Anästhesistin und brachte mich in den OP-Saal. Die Narkoseschwester und die Anästhesistin waren total lieb, passten auf, dass mir nicht kalt wurde, plauderten mit mir und nahnen mir so ein bisschen meine Angst. Zwischenzeitlich hatte die Anästhesistin mich verkabelt (EKG, Blutdruck, Sauerstoffsättigung), mir einen Zugang gelegt und an diesen Zugang Kochsalzlösung angeschlossen. Gleichzeitig spritzte sie mir dann das Narkosemittel und sagte Bescheid, dass ich mich melden soll, wenn ich anfange zu merken, dass mir im Kopf ein bisschen schwummerig wird. Als das passierte, hielt sie mir eine Sauerstoffmaske vor's Gesicht und redete total beruhigend auf mich ein. Und wupps, war ich eingeschlafen :D 

Als ich wieder aufgewacht bin, habe ich total gezittert weil mir so kalt war, was ich zwar schon von meiner ersten Vollnarkose kannte, was aber in diesem Fall echt unangenehm war, weil sich durch das Zittern meine Brustmuskeln verkrampften. Die Anästhesistin hat mir dann leicht verträgliches Morphium gespritzt und innerhalb von Sekunden ging es mir wieder gut! :) 

Als ich wieder wach war, durfte ich direkt anfangen wieder etwas zu trinken und nach ca. einer Stunde konnte ich mich zwischen verschiedenen Brotbelägen entscheiden. Hab nachmittags 2,5 Käsebrote und abends einen total leckeren Salat gegessen.Die Schwestern hier sind super nett, total fürsorglich und man hat nie das Gefühl, dass es sie nervt oder so, wenn man nach ihnen klingelt. 

Gegen 16:45 Uhr kam mein behandelnder Chirurg und war ganz verblüfft, weil ich nicht im Bett lag sondern alleine auf Toilette gegangen war. Als wir ihm dann auch noch erzählten, dass ich schon circa sechs Mal aufgestanden war, um mir die Beine zu vertreten, war er völlig baff und ermahnte mich, dass ich mich nicht überfordern soll.

Gleichzeitig erzählte er von Patientinnen, die sich die ersten 24 Stunden quasie gar nicht aus dem Bett bewegen und die, wenn sie zur Toilette müssen, in einem 10-minütigen Marsch dort ganz langsam hinbegleitet werden müssen. Naja, ich schätze Schmerzempfinden ist relativ subjektiv. Ich hab mir diese OP ausgesucht und mir war klar, dass sie mit Schmerzen verbunden sein würde, warum sollte ich dann jammern?! :P 

Apropos Schmerzen: Durch den engen Kompressionsverband und meine "Schon-Körperhaltung" (Schultern nach vorne eingezogen) hab ich in der oberen Hälfte meines Rückens ein ziemliches Ziehen. Bin aber optimistisch, dass das besser wird, wenn der Verband gleich ab- & der Kompressions-BH ankommt. Vorne zwischen den Brüsten habe ich im Bereich des Brustbeins ein Ziehen. Dank Schmerzmitteln merke ich aber von den Rücken- & Brustschmerzen im Liegen gar nichts. Wenn ich laufe, mache ich ganz viele kleine Tippelschritte, damit die Schritte möglichst gedämpft ankommen und meine Brüste nicht so belasten. 

Lustig ist es sich in ein Bett zu legen oder aus einem solchen aufzustehen: Man darf die Arme nicht benutzen, muss also nur durch Bauchmuskelkraft sich erheben oder hinlegen. Klappt aber auch ;) 

Was kann ich jetzt so kurz nach der OP?
Ehrlich gesagt so ziemlich alles: Zähne putzen (elektrische Zahnbürste), alleine auf Toilette gehen, Wasserglas halten, etc ..

Was kann ich nicht? 
Problematisch wird es, wenn ich schräg nach hinten greife, um an irgendetwas dranzukommen: Das tut weh. Volle Wasserflaschen traue ich mir auch noch nicht zu. Ansonsten bin ich wirklich überrascht, weil die Schmerzen total erträglich und lange nicht so schlimm sind wie vorher vermutet. 

In 1-1,5 Stunden sehe ich meinen behandelnden Arzt wieder, der dann den Verband runterschneidet, die Drainagen zieht und mir anschließend Pflaster anklebt und einen Kompressions-BH anzieht. 


Bevor der Verband gleich abkommt, dachte ich mir ich zeig euch mal, wie das so aussieht :P 

Alles Liebe
Anna


Sonntag, 19. April 2015

The final countdown...

Ich kann es nicht glauben! Das ist wirklich irgendwie nur surreal, dass ich morgen um diese Zeit alles überstanden habe! 

Ein bisschen Angst habe ich aber die Aufregung überwiegt! Verdränge das schon den ganzen Tag so weit es geht, damit ich mich nicht selbst verrückt mache. 

Jetzt gleich heißt es Tasche packen und morgen um 06:30 Uhr geht es los zur Klinik. Um 07:30 Uhr soll ich da sein, um 08:30 geht die OP los. 

Drückt mir die Daumen, dass alles gut geht :) 

Eure Anna

Freitag, 17. April 2015

Vorgespräch mit der Anästhesistin

Mittwochabend hat mich die Anästhesistin noch angerufen, um abzuklären, ob ich noch Fragen habe. 

Sie war total lieb, erklärte mir, dass ich mir garkeine Sorgen machen muss und hat sich noch einmal rückversichert, dass ich keine Vorerkrankungen habe. 
Dann hat sie mich gefragt, ob ich sonst noch etwas wissen möchte und auf meine Frage, wen ich am Montag vor der OP denn noch von den behandelnden Ärzten noch sehen würde sagte sie mir, dass ich sowohl den Chirurgen als auch sie noch sehen würde.

Eigentlich logisch aber bei meiner Weisheitszahn-OP hab ich weder die Kieferchirurgen noch den Anästhesisten sondern nur die Narkoseschwester gesehen.

Das Vorgespräch war auf jeden Fall total nett und seitdem bin ich noch ruhiger, falls das überhaupt geht, da ich vorher schon nicht nervös war :P 

Ich bin nach wie vor nicht aufgeregt sondern freue mich nur unglaublich doll und kann nicht glauben, dass es MONTAG schon so weit ist!!!

Sonntag werd ich denke ich nochmal Rückmeldung geben, was die Nervosität macht und was mir für Gedanken im Kopf herumschwirren :) 

Bis bald :) 

Dienstag, 14. April 2015

Noch 6 Tage...

Wow, die Zeit ist echt verrannt! Als ich den Termin gemacht habe, waren es noch 52 Tage oder so bis zur OP und jetzt ist es fast soweit! 

Gestern hatte ich die "vor-OP-Aufklärung" (Informationen darüber, ab wann ich nichts mehr essen und trinken darf, was ich für Klamotten mitnehmen soll, etc.) und Sonntag wird sich die Anästhesistin bei mir melden, um noch einmal kurz mit mir zu sprechen. Worüber weiß ich aber noch nicht, aber das ist wohl Routine.

Zu meinem eigenen Erstaunen bin ich überhaupt nicht ängstlich oder nervös. Ich bin aufgekratzt, voller Vorfreude und kann es gar nicht erwarten, dass es bald endlich soweit ist! 

Vielleicht kommt die Nervosität ja noch, mal schauen...

Drückt mir die Daumen, dass ich so entspannt bleibe :P

Mittwoch, 1. April 2015

Video von einer Brustvergrößerung

Für alle, die gerne wissen wollen, wie eine Brustvergrößerung abläuft und kein Problem damit haben sich das Ganze von Nahem anzuschauen habe ich ein Video aus dem OP-Saal gefunden. Dauert 30 Minuten und ist sehr gut, um sich ein Bild davon zu machen, wie eine OP abläuft. Also wer Blut und Co. sehen kann, dem kann ich das Video nur wärmstens empfehlen :P

http://www.bild.de/video/clip/schoenheitsoperationen/beauty-klinik-brustvergroesserung-26199424.bild.html

Die Spannung steigt...

Noch 19 Tage zur OP und seit gestern bin ich etwas nervöser. Davor waren es immer noch mindestens drei Wochen bis zur OP aber seit es nur noch 2 3/4 Wochen sind, wird mir klar, dass der OP-Tag schon bald gekommen ist.

Ich freue mich unbeschreiblich auf diese OP, so viel schonmal zuerst. Seit langem leide ich unter meiner Brustform & -größe, es hat lange gedauert, bis meine Familie gesagt hat, dass sie mich unterstützen, weil sie eigentlich total gegen plastische Chirurgie sind und Sorge hatten, dass ich danach immer wieder etwas finden werde, was ich an meinem Körper optimieren möchte. Mittlerweile haben sie verstanden, dass das für mich kein 'kleiner Makel' sondern ein verdammt großes Problem ist, weswegen sie sich dazu durchgerungen haben, mich dabei zu unterstützen und die OP zu zahlen.

Aber nun zu den Vorgedanken: Vorfreude, wie gesagt. Zu 99%! Heute war ich in einem Dessous-Laden und als ich all die schönen BHs sah, die ich endlich bald voller Stolz und Freude tragen werden können, hätte ich vor lauter Vorfreude Luftsprünge machen können.

Natürlich habe ich auch in manchen Momenten Angst. Vorallem habe ich Sorge, dass etwas bei der OP schief geht und ich den OP-Tisch nicht mehr lebend verlasse. Statistisch gesehen äußerst unwahrscheinlich und auch übertrieben, ich weiß, aber für jemanden, der sich zum ersten Mal aus kosmetischen Gründen operieren lässt, sind solche Ängste vermutlich normal. Komischerweise habe ich überhaupt keine Angst davor, dass die OP misslingt und es danach total schlimm aussieht. Ich denke, dass ich keine übertriebenen oder unrealistischen Vorstellungen von dem OP-Ergebnis habe, vertraue meinem plastischen Chirurgen zu 100% und bin mir sicher, dass der ein schönes Ergebnis hinkriegen wird.

Vorallem aber frage ich mich, wie die Zeit nach der OP ablaufen wird. Ich weiß, dass ich eine Nacht stationär aufgenommen werde und bin darüber sehr froh. Dadurch kann ich mich mit allen Fragen, Ängsten und Wünschen direkt an die Schwestern und Ärzte wenden und kann nachts ohne schlechtes Gewissen nach Schmerzmitteln oder Hilfe beim Aufstehen bitten, die ich am Anfang bestimmt brauchen werde. Am Dienstag, also einen Tag nach der OP, werde ich dann entlassen und darf nach Hause. Meine Familie wird es so einrichten, dass am Anfang immer jemand Zuhause ist, damit wir erstmal gucken können, wie es mir geht und was ich alleine machen kann. Auf einem anderen Blog (www.kerstinimnetz.wordpress.de) habe ich gelesen, dass man am Anfang nichtmal Türklinken öffnen oder ein Glas Wasser halten kann, mein Chirurg sagte aber, dass ich dazu in der Lage sein werde. Ich bin gespannt! Anbei eine Anekdote, die mir mein behandelnder Chirurg erzählt hat: In den USA ist es wohl üblich, dass die Patienten direkt nach der OP die Klinik wieder verlassen. Die haben wohl meistens nicht mal mehr Krankenzimmer, weil es da Standard ist, dass es keine stationäre Aufnahme über Nacht gibt. Mag ich mir gar nicht vorstellen und bin sehr froh, dass das in Deutschland anders gemacht wird! 

Worauf ich auch total neugierig bin ist, wie sich meine Brust verändern wird. Am Anfang ist das Ganze vermutlich ziemlich geschwollen und da es dauert, bis sich die Implantate richtig einfügen, sehen die Brüste nach der OP vermutlich erstmal nicht so schön aus. Auf Kerstins Blog habe ich den Tipp gelesen, dass man sich wöchentlich fotografieren soll, damit man die Entwicklung festhält und sich dadurch in Momenten, wo man sich denkt, dass sich nichts mehr verändert, wieder vor Augen halten kann, was sich alles schon getan hat.

Bald ist es so weit !!! :-)


Donnerstag, 19. März 2015

Gedanken vor der OP

Heute sind es noch 32 Tage bis zur OP und langsam werde ich nervös. Ein bisschen Angst habe ich, auch wenn zu 99,9% die Vorfreude überwiegt! 
Auf jeden Fall bin ich froh, dass ich keinerlei Zweifel habe, sei es wegen der Arztwahl, der Implantatgröße oder der grundsätzlichen Frage, ob diese OP wirklich das Richtige ist: Bei all diesen Dingen bin ich mir zu 100% sicher, sodass ich mich jetzt eigentlich entspannt zurücklehnen & auf die OP warten kann :P. Aber auch nur fast, denn vor der OP möchte ich noch ein bisschen abnehmen (typisch Frau halt :D), darum geht's für mich eher in's Fitnessstudio als zum Zurücklehnen auf's Sofa. 

Als ich am Montag oder so nervös wurde (Montag waren es noch genau fünf Wochen) dachte ich, dass die Nervosität von nun an bestimmt immer schlimmer würde aber dem war nicht so: Ich bin aufgeregt und freue mich so sehr, dass das bisschen Nervosität in den Hintergrund gedrängt wird! 
Mal schauen, ob das so bleibt oder ob die Nervosität in den nächsten 4,5 Wochen irgendwann die Überhand nimmt :P 

Falls einige meiner Leser schon die OP (BV) hinter sich haben: Wie war das bei euch vorher mit der Nervosität? Ich würde mich freuen, wenn ihr es mir in einem Kommentar oder einer Nachricht (über das Kontaktfeld rechts) erzählt! 

Liebe Grüße

Anna

Samstag, 14. März 2015

Kostenübernahmeantrag bei der Krankenkasse

Möglichkeiten der Bezahlung
Wenn man anfängt sich mit einer Brustvergrößerung zu beschäftigen, macht man sich nicht nur Gedanken über die Wahl des richtigen Arztes und die -für einen selber- passende Größe und Lage der Implantate sondern überlegt sich natürlich auch, wie man das ganze bezahlen soll, da 5000-8000,-€ nicht grad wenig sind :P Neben Möglichkeiten der Finanzierung, die viele plastische Chirurgen in Kooperation mit externen Firmen anbieten, gibt es auch die Möglichkeit, einen Kostenübernahmeantrag bei der eigenen Krankenversicherung zu stellen.

Wann hat ein Kostenübernahmeantrag Chancen auf Erfolg?
Die Kosten für eine Brustkorrektur werden nur dann übernommen, wenn ein "regelwidriger oder behandlungsbedürftiger Zustand" vorliegt. Dies ist der Fall, wenn:
- man eine stark unterentwickelte Brust hat, z.B. Körbchengröße AA (Mammaaplasie)
oder
- die geplante Operation medizinisch indiziert ist (z.B. eine tubuläre Deformität vorliegt)
oder
- eine extreme Asymmetrie vorliegt (z.B. zwei Körbchengrößen Unterschied)

Da es keine festgelegte Normgröße oder Normalform für die Brust gibt, wird eine zu große oder zu kleine Brust nicht als Krankheit angesehen und somit gibt es für die Krankenkasse keinen Grund eine Korrektur zu bezahlen. 

Was braucht ihr für einen Kostenübernahmeantrag?
Solltet ihr euch dazu entschließen, einen Kostenübernahmeantrag bei eurer Krankenkasse zu stellen braucht ihr folgendes:
- Ein Gutachten über eure Brust von einem Arzt eurer Wahl (Gynäkologe/plastischer Chirurg), in welchem er euch bescheinigt, was für eine Brustform/Brustgröße ihr habt. Am Besten sollte der Arzt auch die verschiedenen Maße nehmen und mit angeben, das hat der MDK (Medizinische Dienst der Krankenkasse) bei mir kritisiert, weil mir nicht gesagt wurde, dass das benötigt wird
- Fotos eurer Brust von vorne und von beiden Seiten
- Ein formloses Schreiben von euch, in welchem ihr kurz erläutert, warum ihr diese Brustkorrektur wünscht.

Das persönliche Schreiben
Der Inhalt dieses Schreibens ist sehr wichtig, da es dabei um die richtige Formulierung geht. Deswegen nun mehr dazu: Das Bundessozialgericht entschied am 19. Oktober 2004, dass Krankenkassen nicht verpflichtet sind eine Brustvergrößerung zu zahlen, wenn die Versicherte "wegen ihres zu klein empfundenen Busens ausschließlich psychisch erkrankt ist". In diesen Fällen zahlen die Krankenkassen eine Psychotherapie, aber niemals eine Brustvergrößerung. Solltet ihr in dem Schreiben also schreiben, wie sehr ihr darunter leidet, dass ihr depressiv deswegen seid oder es in irgendeiner Form so wirken lasst, als wäre eure Psyche dadurch angegriffen, wird die Krankenkasse keine Brustvergrößerung sondern eine Therapie bezahlen.

Hier gibt es das ganze Urteil, falls ihr euch nochmal weiter darüber informieren wollt:
http://lexetius.com/2004,3680

Am 28.02.08 stellte der 1. Senat außerdem fest, dass Krankheitswert im Rechtssinne nicht jeder körperlichen Unregelmäßigkeit zukäme. Erforderlich sei, dass der Versicherte in seinen Körperfunktionen beeinträchtigt wird oder dass er an einer Abweichung vom Regelfall leidet, die entstellend wirkt. Eine Entstellung besteht, wenn Versicherte objektiv an einer körperlichen Auffälligkeit von so beachtlicher Erheblichkeit leiden, dass sie die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft gefährdet.

Wie kann man ausdrücken, dass man diese OP zwar braucht aber nicht therapiebedürftig ist?
1.) Sagen, dass eure Körperform entstellt ist
2.) Sagen, dass ihr in eurer Lebensqualität eingeschränkt seid
Natürlich ist es von Vorteil in diesem Schreiben nicht nur diese zwei Formulierungen zu nutzen, sondern sie auch mit persönlichen Beispielen zu belegen (z.B. weil ihr beispielsweise aufgrund einer Asymmetrie keinen passenden Sport-BH kaufen könnt, dadurch keinen Sport treiben könnt und dies eine Einschränkung der Lebensqualität darstellt)

Bevor ihr das Schreiben abschickt solltet ihr eure Krankenkasse kontaktieren, da erfahrt ihr nicht nur, wohin ihr das Schreiben schicken sollt sondern auch, ob noch andere Angaben in das persönliche Schreiben gehören. Ich musste beispielsweise auch sagen, wieviel ich wiege, wie groß ich bin und was für eine BH-Größe ich trage.

Wie läuft ein Kostenübernahmeantrag ab?
Nachdem ihr euren Antrag (inkl. Gutachten & Fotos) abgeschickt habt, dauert es circa sechs Wochen bis ihr wieder etwas von eurer Krankenkasse hört. In den allermeisten Fällen, wird es eine Absage sein, die ihr bekommt. Lasst euch dadurch nicht ermutigen sondern legt Widerspruch ein (dazu gleich mehr). Es kann auch passieren, dass ihr direkt eine Einladung zum MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) bekommt (dazu auch später mehr). Solltet ihr zu den Glücklichen gehören, die direkt eine Zusage bekommen: Herzlichen Glückwunsch! Für alle Anderen: Lasst euch durch die Absage nicht ermutigen, ich habe mit einer geschrieben, die zwei Absagen bekommen hat bevor die KK letztendlich doch noch ihre Brustkorrektur bezahlt hat!
Wenn ihr privat zusatzversichert seid, hat es Sinn sowohl bei eurer gesetzlichen KK als auch bei der privaten Krankenkasse den Antrag auf Kostenübernahme zu stellen.

Wie lege ich Widerspruch ein?
Der erste Satz sollte unbedingt lauten: "Hiermit lege ich Widerspruch gegen ihren Bescheid vom XX.XX.XXXX ein.". Diese Formulierung ist wichtig, damit die Krankenkasse euer Schreiben als das wahrnimmt, was es sein soll, nämlich ein Widerspruch. Meist gibt es eine Widerspruchsfrist von vier bis sechs Wochen, die ihr einhalten müsst.
Anschließend könnt ihr noch einmal kurz erläutern, warum ihr diese OP braucht ("entstellte Körperform"/"eingeschränkte Lebensqualität").

Was erwartet mich beim Medizinischen Dienst der Krankenkasse?
Als ich meinen Kostenübernahmeantrag an die KK geschickt habe, wurde mein Antrag, das ärztliche Attest und die Fotos an den MDK geleitet, welcher anschließend ein Gutachten verfasst hat. Dieses kam zu dem Schluss "dass kein krankhafter Befund vorliegt" und deswegen die "Medizinischen Voraussetzungen zur Leistungsgewährung" nicht erfüllt seien.
Auf meinen Widerspruch hin lud mich die Krankenkasse zum MDK ein, damit dieser sich persönlich ein Bild machen könnte.

Meinen Termin hatte ich um 09:00 Uhr morgens und mir wurde direkt ein sehr, sehr langer Fragebogen in die Hand gedrückt. Inhalt unter anderem: Wann begann mein Brustwachstum?/Wann habe ich zum ersten Mal meine Regel gehabt/Wie steht mein Umfeld zu meinen Brüsten?/Wann ist der Wunsch nach einer Brustvergrößerung aufgetreten?/Gab es schnelle Gewichtszu- oder -abnahmen?
Eine ganze Seite befasste sich mit meinem psychischen Befinden (Selbstmordgedanken? Depressive Verstimmung? Etc.). Um 09:25 Uhr -kurz bevor ich mit meiner Geduld am Ende war- erschien endlich die verantwortliche Ärztin und bat mich in ein Sprechzimmer. Dann nahm sie erst einmal fünfzehn Minuten alle medizinisch relevanten Daten (Datum meines Antrages und meines Widerspruchs, Attest des Arztes, erstes Gutachten vom MDK, die von mir gemachten Antworten im Fragebogen, usw.) mit einem Diktiergerät auf. Danach fragte sie mich, ob ich noch irgendetwas zu ergänzen hätte. Ich sagte, dass bei mir keine psychische Erkrankung durch meine Brustdeformität & -asymmetrie vorläge sondern ich mich in meiner Lebensqualität eingeschränkt fühlen würde und der Meinung wäre, dass meine Körperform entstellt sei. Anschließend bat sie eine Kollegin hinein und wog mich, maß meine Größe, schaute sich die Beschaffenheit meiner Brust an, vermaß meine Brust und schrieb sich sogar auf, was ich für einen BH anhatte. Nachdem sie damit fertig war erläuterte sie mir, dass sie das Gutachten nun schreiben würde und es an meine KK schicken würde. Sie sagte auch, dass Krankenkassen nur bei einer krankhaften Veränderung verpflichtet wären zu zahlen und dass bei mir keine Krankheit vorliegen würde. Des Weiteren ermahnte sie mich, dass eine Brustvergrößerung mit zahlreichen Risiken verbunden wäre und ich mir gut überlegen solle, ob ich bereit wäre diese Risiken in Kauf zu nehmen.
Danach war der Termin beendet.

Wie ist der aktuelle Stand bei mir?
Die Krankenkasse hat mir diese Woche ein Schreiben geschickt, in welchem sie mir erneut eine Absage zur Kostenübernahme erteilt. Dagegen werde ich nächste Woche erneut Widerspruch einlegen.
Gleichzeitig haben sich meine Eltern bereit erklärt die Kosten für die Brustkorrektur zu übernehmen, da sie gemerkt haben, wie sehr ich darunter leide. Sie wären natürlich froh, wenn die Krankenkasse die Kosten übernehmen würde, ansonsten zahlen sie es aber. Darum kann mein OP-Termin am 20. April aufrecht erhalten bleiben, egal ob die Krankenkasse die Kosten übernimmt oder nicht :-)

Ein abschließender Tipp
Lasst euch nicht entmutigen! Auch wenn die Krankenkasse euch zweimal eine Absage erteilt: Legt Widerspruch ein und gebt nicht auf.

Falls ihr einen Kostenübernahmeantrag stellen wollt, wünsche ich euch ganz viel Erfolg!

WICHTIG: Vorlagen für Antrags- und Widerspruchsschreiben findet ihr in einem separaten Blogeintrag! :-) HIER findet ihr die Vorlagen

Liebe Grüße

Anna

Freitag, 13. März 2015

Andere Blogs über Brustvergrößerungen

Ihr Lieben,

andere Blogs über Brustvergrößerungen, die ich wirklich super finde sind:

http://selina1990.wix.com/breast-augmentation


Vielleicht helfen sie euch genauso wie mir :-) 

Solltet ihr selber einen Blog über eure Erfahrung nach einer Brustvergrößerung haben oder einen tollen Blog über das Thema kennen, würde ich mich freuen, wenn ihr mir schreibt. Dann füge ich diesen Blog hier hinzu.

Liebe Grüße

Anna

Samstag, 7. März 2015

Countdown

...wie schnell die Zeit vergeht. Am Montag sind es noch 6 Wochen.
Zur Erinnerung: OP-Termin ist der 20. April, um 07:30 Uhr soll ich morgens da sein.

Sonntag, 1. März 2015

Der Termin steht...

Donnerstag, den 26.02.15 war ich in Begleitung bei dem plastischen Chirurgen, der mich im Beratungsgespräch am meisten begeistert hatte. Das Gespräch dauerte anderthalb Stunden und mein positiver erster Eindruck wurde noch um ein vielfaches verstärkt, da er Risiken von sich aus ansprach, sich viel Zeit genommen hat und auch meiner Begleitung (die diesbezüglich keinerlei Vorwissen hatte) alles ausführlich erklärt hat. Darum habe ich mich dafür entschieden, mich bei ihm operieren zu lassen.

Im Anschluss an den Termin haben wir direkt für den nächsten Tag einen Termin bekommen, um die richtige Implantatgröße herauszufinden. Nach einigem Herumprobieren stand für mich schnell fest, dass wir 275ml links nehmen und er dann in der OP mithilfe von Probeimplantaten guckt, wieviele Milliliter er rechts nehmen muss, um die Asymmetrie auszugleichen.

Nachdem das feststand, haben wir einen OP-Termin gemacht: Der 20. April.

Vor dem Termin am Freitag war ich super nervös aber seit die Implantatgröße feststeht und ich einen OP-Termin habe, bin ich die Ruhe selbst. Naja, kurz vorher wird sich das garantiert ändern... :P

Ich bin sehr gespannt, wie schnell die nächsten 50 Tage umgehen werden und freue mich unbeschreiblich darauf, endlich normale Brüste zu haben.

Donnerstag, 19. Februar 2015

Ein kleines Update zwischendurch...

Auch wenn ich erst seit zweieinhalb Wochen diesen Blog schreiben wollte ich diejenigen, die ihn sich durchlesen, kurz wissen lassen, wie es nun weitergeht:

Nächsten Mittwoch bin ich beim MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkasse), weil ich einen Kostenübernahmeantrag gestellt habe, da es -wegen der tubulären Brustdeformität- um eine medizinisch indizierte Operation geht. Ich bin gespannt, was der MDK meiner Krankenkasse sagt und wie diese dann entscheidet. Den ersten Antrag hat sie abgelehnt, daraufhin habe ich Widerspruch eingelegt und wurde nun zum MDK eingeladen. Diverse plastische Chirurgen haben mich ebenfalls darin unterstützt diesen Antrag zu stellen und ich hoffe, dass dem Kostenübernahmeantrag stattgegeben wird.

Nächsten Donnerstag habe ich nochmal einen Termin bei dem fünften Arzt, weil ich mir sehr gut vorstellen kann, mich bei dem operieren zu lassen. Ich werde in Begleitung dorthin gehen, da ich gerne noch eine zweite Meinung zu dem Arzt haben möchte und bin schon sehr, sehr aufgeregt. Die Brust-OP wünsche ich mir schon seit langer Zeit und ich kann nicht glauben, dass es nun wirklich so aussieht, als würde es bald passsieren!

Sobald es etwas Neues gibt werde ich das natürlich wieder hier reinschreiben :-)

Montag, 2. Februar 2015

Über mich

Liebe Leserinnen,

ich bin Anna und 22 Jahre alt.

Bereits seit ich 14 oder 15 bin leide ich unter meinen zu kleinen, asymmetrischen Brüsten und da sich seit meinem 16. Lebensjahr größentechnisch nichts mehr verändert hat, habe ich im letzten Jahr angefangen mich intensiver mit dem Thema "Brustvergrößerung" auseinanderzusetzen. Ich habe mir zuerst einmal viele Informationen zu dem ganzen Thema rausgesucht, wusste jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass bei mir eine tubuläre Brustdeformität (rechts Grad 1/links Grad 2) vorliegt. Erst der dritte plastische Chirurg hat mir gesagt, dass so eine Deformität bei mir vorliegt. Zwei Gynäkologen haben mir das im Anschluss bestätigt.

Der Grund für diesen Blog ist, dass mir ein anderer Blog einer Patientin sehr geholfen hat und ich hoffe, dass mein Blog anderen Frauen, welche sich überlegen, ob sie sich operieren lassen sollen, vielleicht helfen wird. Außerdem möchte ich für mich selber meine Gedanken und Erfahrungen vor und nach der OP festhalten.

Ein OP-Termin steht noch nicht fest, da ich mich noch für keinen Arzt entschieden habe, ich hoffe allerdings, dass ich mich in den nächsten Monaten operieren lassen werde.

Bei Fragen oder Anregungen schreibt mir einfach eine E-Mail, ich antworte euch dann so schnell wie möglich!

Liebe Grüße

Anna 

Sonntag, 1. Februar 2015

Tubuläre Brustdeformität

Da ich eine tubuläre Brustdeformität habe (rechts Grad 1, links Grad 2) und es sehr schwer fand dazu Informationen rauszufinden, dachte ich, dass ich hier mal reinschreibe, was ich durch einige Internetseiten und vorallem durch die plastischen Chirurgen mittlerweile darüber weiß. 


Was ist eine tubuläre Brustdeformität?

Eine tubuläre Brustdeformität ist eine im Embryonalstadium entstandene Fehlbildung der Brust, bei welcher es zu einer Wachstumsstörung des Drüsengewebes kommt. Durch eine Verhärtung des Fasziengewebes bildet sich die Brustdrüse tunnelartig nach vorne aus. Da das Fasziengewebe verhärtet ist und sich dadurch ein vergrößertes Brustgewebe nicht nach unten sondern lediglich nach vorne ausbilden kann, wird die tubuläre Brustdeformität häufig durch Schwangerschaften oder Gewichtszunahme verschlimmert.

Die Merkmale einer tubulären Brustdeformität sind minderentwickelte untere Brustquadranten, große Brustwarzen und schlauchförmig nach vorne gerichtetes Brustdrüsengewebe. Des Weiteren kommt es häufig zu einer starken Asymmetrie.

Es gibt vier Abstufungen:
Grad 1: Ein unterer Brustquadrant fehlt
Grad 2: Beide unteren Brustquadranten fehlen, der Hautmantel ist genügend
Grad 3: Beide unteren Brustquadranten fehlen, der Hautmantel ist ungenügend (nach unten gerichtete Brustwarze)
Grad 4: Alle vier Brustquadranten sind unterentwickelt bzw. fehlen

Wie operiert man eine tubuläre Brustdeformität?

Ein plastischer Chirurg, bei dem ich zum Beratungsgespräch war, wollte meine Brüste erst einmal vergrößern und anschließend -falls die Deformität dann immer noch vorhanden sei- meine Brustwarzen straffen. Sowohl mein Gynäkologe als auch ein anderer plastischer Chirurg sagten mir, dass weder eine einfache Vergrößerung noch eine Brustwarzenstraffung zum gewünschten Erfolg führen würden, da sich die Brustdrüse auch in die gestraffte Brustwarze drücken würde und die Brust daher wieder eine Schlauchform annehmen würde.

Zwei plastische Chirurgen haben mir folgende OP-Methode empfohlen: Durch die Brustwarze in die Brust hineingehen und dann von hinten in die Brustdrüse gehen und diese zerteilen, so dass sich die eine Hälfte nach oben drückt und die andere nach unten. Anschließend eine Vergrößerung mit einem Implantat. Dadurch, dass man an der Brustdrüse herumschneidet besteht die Möglichkeit, dass dadurch die Fähigkeit Stillen zu können verloren geht. Jedoch können 20% aller Frauen mit nicht-deformierten und nicht-operierten Brüste nicht stillen und da bei einer tubulären Brustdeformität die Brustdrüse deformiert ist, kann es sein, dass man auch ohne OP schon nicht stillen kann.
Drei andere plastische Chirurgen habe gesagt, dass es bei einer schwach ausgeprägten Deformität häufig reicht, die Brustdrüse mithilfe eines Implantats aufzudehnen. 

Vielleicht helfen diese Informationen anderen Betroffenen :-)